Sombrero-Gate oder die Angst vor dem Shitstorm

Eine Tanzgruppe sollte auf der Bundesgartenschau auftreten. Eine farbenfrohe Tanzreise um die Welt sollte es sein, mit vielen landestypischen Kostümen. Mexiko war mit Sombreros vertreten. Sicher, so dachten sich wohl die Choreografen der Tanzgruppe, ist das eine gute Idee in politisch korrekten Zeiten der Vielfalt.

Aber die politische Korrektheit hat auch ihre Tücken. Das Programm wurde von den Verantwortlichen der Buga nicht abgenickt. Vier Kostüme wurden beanstandet, „da sie mit kultureller Aneignung in Zusammenhang gebracht werden könnten“. Wie gesagt: könnten. Wer sollte dies tun, die mexikanische Botschaft? Würde sich der Koch des Mexikaners an der Ecke beleidigt fühlen? Wohl kaum.

Die Shitstorms der Vergangenheit haben ihre Wirkung getan: Bestrafe einen, erziehe hundert. Es war reiner Opportunismus, die Angst vor dem Shitstorm. Da die linken Kulturkämpfer gut organisiert sind und in praktisch allen NGOs sitzen, würde eine solche Aktion, wenn sie auch nur ein einziger Aktivist fordert, ganz sicher stattfinden.

Soweit ist es also schon. Dass man einen solchen Konflikt auch aushalten und argumentativ dagegen angehen könnte, das kam den Verantwortlichen nicht in den Sinn. Warum wohl? Die Medien sind links und am linkesten sind die Kulturabteilungen. Da wirft man sich lieber schon vorher in den Staub. Die Zeiten, wo Institutionen noch Rückgrat hatten, sind definitiv vorbei.

Die Macht der Herrschenden ist auch immer die Feigheit der Unterdrückten. Tja, Pech gehabt, liebe Tanzgruppe, es tut mir leid, aber euer multikultureller Kotau hat nicht gereicht. So viele PoCs können bei euch gar nicht mittanzen, dass man euch das verziehen hätte. Die Revolution frisst selbst ihre politisch korrektesten Kinder.

Der Cicero hat einen Artikel dazu geschrieben, und der Autor Alexander Grau sprach von einem „Versagen der Institutionen“. Das kann man so sehen, aber es ist nicht der eigentliche Grund. Die eigentliche Ursache liegt darin, dass die Gesellschaft von links-woken Aktivisten regelrecht übernommen wurde und immer stärker dominiert wird. Denn was heute Öffentlichkeit ist, ist nicht die ganze Öffentlichkeit. Es sind nur die organisierten, ins linke Denkschema passenden Stimmen, die sich Gehör verschaffen können, indem sie die linken Medien als Reichweitenextender auf ihre Seite ziehen. Und die werden gestützt von den linken Parteien, letztendlich auch von der Ampel, denn die FDP hat sich als Totalausfall erwiesen. Um politische Korrektheit durchzusetzen, braucht man in Deutschland 2023 keine Mehrheiten mehr. Die NSDAP brauchte nach der Machtergreifung auch keine Mehrheiten mehr.

Aber man braucht Zeit und Geld. Dieses Geld gibt es ganz offiziell durch den „Kampf gegen Rechts“ – und Zeit haben die dortigen Aktivisten wahrlich genug. Sie machen nämlich nichts anderes.

Nein, ich habe keine Angst vor Nazivergleichen. Ich vergleiche, aber ich setze nicht gleich. Das Naziregime war natürlich noch einmal eine ganz andere Hausnummer, deren Verbrechen waren monströs. Aber die Mechanismen und die Zeichen sind die selben, also darf man nicht nur vergleichen, man muss es, denn es ist ein neuer, als „Antifaschismus“ getarnter Faschismus unter linkem Vorzeichen, der da gerade über uns hereinbricht. Und der keinen Stein auf dem anderen lassen wird, der „Heizhammer“ ist nur die erste einer Reihe von neuen drakonischen Maßnahmen, um eine linksgrüne Diktatur durchzusetzen, Sie nennen es nicht, „Machtergreifung“, sie nennen es „ökologische Transformation der Gesellschaft“. Die Blockwarte, die jede Diktatur kennzeichnen, sind schon wieder da.

Begründet wird das Ganze ideologisch, unter Vorspiegelung eines wissenschaftlichen Konsens, den es nicht gibt. Man hat nur die Gegenstimmen zum Schweigen gebracht und kritischen Forschern den Geldhahn zugedreht, man muss sie suchen, denn in den Medien spielen sie keine Rolle. Der IPCC ist kein wissenschaftliches Gremium, sondern eine private Lobbyorganisation von Transformationsprofiteuren.

Die Mehrheit der Bevölkerung, vom Virusalarm erschöpft, leistet keinen Widerstand mehr. Die Montagsdemos finden zwar nach wie vor statt, aber die Teilnehmerzahl ist begrenzt und in den Massenmedien gibt es sowieso keinerlei Resonanz. So hat man wohl auch nach der Wahl der NSDAP 1932 zunächst gehofft, dass die Dinge besser werden. Was folgte, war eine Machtergreifung und die Vorbereitung eines Krieges. Und die Ausgrenzung, Enteignung, Verfolgung und letztendlich Vernichtung der selbst definierten Feinde – der Juden. Es begann mit einer Ideologie und es endete mit der Ermordung von Millionen Menschen.

Diese Vorgänge sollten uns eine Lehre sein. Wehret den Anfängen, heißt es, aber es sind schon mehr als Anfänge. Wir sind schon mittendrin. Diesmal ist es mehr ein schleichender Prozess, der aber immer mehr Fahrt aufnimmt. Ein Leser des „Cicero“ schreibt sehr treffend dazu:

:

Die Meinungsfreiheit in Deutschland ist bereits eingeschränkt. Zusätzlich sind gummiparagraphenbestückte Gesetze in der Pipeline, sie noch weiter einzuschränken, unter dem Vorwand, „Hass und Hetze“ zu bekämpfen. Gemeint sind natürlich nur politisch „rechte“ (besser: antilinke) Meinungsäußerungen. Linke Hetze hat nach wie vor freie Fahrt und wird sogar mit Preisen ausgezeichnet, wie jüngst Jan Böhmermann.

Noch kann ich meinen Blog schreiben, aber ich bin nicht mehr sicher, dass das noch lange möglich sein wird. Die Kausalkette dürfte sein: „Rechts ist Hass und Hass ist keine Meinung“, wobei die politisch einseitige Entwicklung selbstverständlich auch echten Hass erzeugt, was den Akteuren in die Hände spielt. Bis jetzt ist man nur gegen die reichweitenstarken Plattformen wie Reitschuster oder erfolgreiche Youtuber wie Tim Kellner vorgegangen.

Die vielen kleinen oppositionellen Blogs werden irgendwann folgen. Aber noch kann ich frei schreiben.

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6 Kommentare zu „Sombrero-Gate oder die Angst vor dem Shitstorm

  1. Über die Beugung von Sprache oder wie man Wahrheiten hinter euphemistischen Begriffen verbirgt. Quasi die Kehrseite der Medaille.

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  2. Wird der Bürger unbequem ist er plötzlich rechtsextrem!

    Warum ist das ein Problem? Erstens unterliegt die Grenzziehung einer Deutungshoheit. Die Grenze was zulässig sein soll, was eben nicht ist ja zunächst willkürlich. Verschiebt man die Grenze, dann kann häkeln oder stricken schon verdächtig wirken.
    Die Sache hat aber noch einen weiteren Haken. Rechtsextrem oder rechtsradikal ist ja angeblich gefährlich wegen Hitler. Der war doch schließlich ein böser Rechter.
    Stimmt das?
    Hängt von der Lesart ab. Selber hat sich Hitler als Revolutionär eingeordnet, also das Gegenteil eines Konservativen. Reaktionär war der auch nicht, der Kaiser blieb schließlich im Exil. Hitler verbündete sich zwar mit den preußischen Junkern und Ruhrbaronen, aber nur weil ihm zu wenig Zeit blieb um seinen neuen Menschentypus zu vollenden und der eben keine Rodung vornehmen konnte wie Lenin.

    Im Grunde liegt dem ganzen ein Denkfehler zugrunde, weil die meisten links vs. rechts nur auf einer horizontalen Achse wahrnehmen. Eigentlich muß man aber die ökonomische Achse vom autoritären Staatsstil trennen. Patrioten fanden sich auch in der DDR oder der Sowjetunion und zwar zur Genüge.
    Wer mal eine andere Sichtweise auf den politischen Kompaß kennenlernen möchte, der lese hier:
    https://www.politicalcompass.org/analysis2?ec=2.6&soc=1.6

    Im Übrigen ist die Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Faschismus, die Tatsache, daß deren Verwandtschaft zum Sozialismus igrorniert werden, der Kapitalismus oft mit dem Faschismus gleichgesetzt wird nichts anderes als Propaganda, die sich mittlerweile ziemlich in den Köpfen festgesetzt hat.
    Ist auch kein Wunder, die geistige Umerziehung betrifft mittlerweile ganze Generationen und hat das halbe Jahrhundert längst vollgemacht.
    https://antaios.de/detail/index/sArticle/68976/sCategory/105

    Politische Korrektheit ist eine Waffe. Mit der schränkt man sprachliche Möglichkeiten ein und letzten Endes dann auch nonkonformes Denke, weil das ohne sprachliche Mittel nicht möglich ist.

    Läßt sich das noch aufhalten?
    Weiß ich nicht, sieht derzeit nicht danach aus. Noch ist die Mehrheit viel zu opportun. Vor allem tickt langsam die biologische Uhr. Umdenken lernen können Nachgeborene nämlich nur dann, wenn es noch Leute gibt von denen diese lernen können, vom lernen dürfen ganz zu schweigen.

    Schon Orwell wußte.

    „Um die Lügen der Gegenwart durchzusetzen, ist es notwendig, die Wahrheiten der Vergangenheit auszulöschen.“

    aber auch:

    „Bis sie sich bewusst geworden sind, werden sie niemals rebellieren, und bis sie rebelliert haben, können sie sich nicht bewusst werden.“

    Was wieder dazu führt, daß man erst frei sein muß um Freiheit gestalten zu können.

    Während ich diesen Beitrag geschrieben habe ist mir bewußt geworden, daß ich mir manchmal vorkomme wie in Fahrenheit 451. Zumindest im Roman war das Bücherverbot ja auch eine Folge von politischer Korrektheit, weil man ja traurige Gefühle bei Menschen vermeiden wollte. Im Roman gibt es die Feuermänner welche die Bücher verbrennen, wir haben dafür Faktenfüchse die heute eingesetzt werden um nicht regierungskonforme Sichweisen zu unterbinden. Die Realität imitiert die Kunst.

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  3. Welcher Völkermord?

    Hereros haben 1904 deutsche Siedler in Deutsch-Südwestafrika überfallen und massakriert. Liegt vermutlich daran, daß Hereros und Namas wie so viele indigene Völker noch keine Willkommenskultur kannten und ihnen nicht bewußt war, daß ihnen mit den europäischen Siedlern Menschen geschenkt wurden. Am Waterberg wurden die Aufständischen schließlich gestellt und sollten dort auch besiegt werden, versuchten aber lieber mit Mann und Maus, bzw. Weib und Kind durch die Wüste ins britische Botswana zu entkommen. Die meisten sind auf dem Weg dorthin dann verdurstet und verhungert. Genaue Zahlen kennt niemand, aber man weiß, daß dort ein Genozid stattgefunden hat. Oder wie mancher moderne Historiker spekuliert, die Deutschen probten dort den Völkermord an den Juden.

    Warum ist dem so? Nun, nach Zusammenschluß der deutschen Länder legte das Deutsche Reich eine rasante wirtschaftliche Entwicklung hin und war zu Beginn des 20 Jahrhunderts dabei die Briten wirtschaftlich abzuhängen, die zudem auch noch Konkurrenz von ihren abtrünnigen Abkömmlingen in Übersee bekamen. Deswegen wurde in den Jahren vor dem Krieg in Großbritannien eine immense antideutsche Propaganda betrieben, Beispiele finden sich genug in der zeitgenössischen Literatur und ein verzerrtes Bild über die Aufstände in einem gefälschten Bericht der britischen Regierung ans Parlament, ein sogenantes Blaubuch. Genau dieser Bericht wird schon seit 1926 als Fälschung eingestuft. Die Legende vom Massaker an Hereros und Namas halten sich dennoch. Vermutlich ist es wie beim Mann der Liberty Valance erschoß. Wenn die Wahrheit zur Legende wird, druck die Legende. Oder wir der Hirnforscher formulierte: „Manche Menschen akzeptieren Oftgehörtes manchmal auch dann als Wahrheit, obwohl sie es eigentlich besser wissen.“

    Genau jene propagandastische Verleumdung wurde später in der DDR von Horst Drechsler aufgegriffen und in dessen Verleumdungsschrift „Der Kampf der Hereros und Namas gegen den deutschen Imperialismus“ publiziert. Der Genozid an Herero und Name ist eine Legende, die ursprünglich britischen Ursprungs ist, dann Einzug in DDR Propaganda fand und nun von antideutschen linken Parteien wie Grüne oder SPD benutzt wird, die so wieder einmal deutsche Steuermilliarden den Deutschen entziehen können. Für ein Verbrechen das es so nie gab, dessen vermeintliche Täter, wie auch Opfer längst verschieden sind. Wieder einmal Sippenhaft für Nachgeborene oder ein Erbschuld-Upgrade.

    Pikantes Detail, 1908 fanden die Deutschen in der Wüste riesige Diamantenvorkommen und erklärten die Region zum Diamantensperrgebiet. Nach dem verlorenen Krieg landeten die Schürfrechte zunächst bei Ernst Oppenheimer, später De Beers.
    Ein Schelm wer nun denkt, die Verleumdung der deutschen Kolonialisten hätte etwas mit Rohstoffen zu tun. Als ob die Briten etwas weiter südlich gegen die Buren nur wegen Rohstoffen wie Gold und Diamanten Krieg geführt hätten. Nachher behauptet noch jemand die Briten hätten in Südafrika Concentration Camps betrieben.

    Jedenfalls wurden die Bodenschätze Namibias nicht von den Deutschen ausgebeutet. Womit eigentlich klar ist, wer den Namibiern gleich welcher Herkunft wirklich eine Entschädigung schuldet.

    Die Junge Freiheit hat früher öfters Mal über deutsche Kolonialgeschichte berichtet:
    https://jungefreiheit.de/politik/2004/vergebung-fuer-unsere-schuld/

    Und selbst der Spiegel hatte 2016 noch Zweifel an einem deutschen Völkermord:
    https://www.spiegel.de/spiegel/voelkermord-an-den-hereros-in-deutsch-suedwestafrika-a-1098649.html

    Wer mehr lesen möchte, werfe mal einen Blick in „Der Wahrheit eine Gasse“ von Hinrich R. Schneider-Waterberg
    https://www.namibiana.de/de/der-wahrheit-eine-gasse-zur-geschichte-des-hererokrieges-in-deutsch-suedwestafrika-1904-1907-teil-1-und-2.html

    Wer weiß wie lange dies noch möglich ist. In Wikiblödia braucht man nicht nachlesen und über die gängigen Browser und Suchmaschinen dürfte man auch nicht fündig werden. Geschichte wird vielleicht auch gemacht, vor allem wird sie geschrieben und dabei nehmen viele es mit der Wahrheit nicht so genau. In digitalen Zeiten wird das nicht besser, eher im Gegenteil, wer liest noch Bücher? Und vor allem, wer soll die heute noch schreiben?

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  4. „I believe that political correctness can be a form of linguistic fascism, and it sends shivers down the spine of my generation who went to war against fascism.“

    Das Zitat ist von P.D. James. Irgendwie ist beim absenden die letzte Zeile verschwunden.

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  5. „Die NSDAP brauchte nach der Machtergreifung auch keine Mehrheiten mehr.“

    Die NSDAP hatte nie eine Mehrheit. Hitler hat die Macht nicht ergriffen, diese wurde ihm übergeben, gewisse Kreise glaubten ja, sie könnten Hitler kontrollieren.

    Genaus deswegen finde ich es ja falsch, wenn alle jetzt immer nur auf die Grünen schimpfen, aber igrnorieren, welch große Verflechtung mit wirtschaftlichen Kreisen besteht. Abgesehen davon, daß beide „Volksparteien“ grüne Agenda mittragen. Kommt nicht von ungefähr, wenn Spitzengrüne in Aufsichtsräten sitzen oder Großunternehmer wie Wüst Wahlempfehlungen für Grüne ausgeben. Die Grünen schaden vielleicht der produzierenden Wirtschaft, dafür gibt es unter denen unglaublich viel zu zertifizieren.
    Hier paßt auch ins Bild, daß Polen neuer Frontstaat wird und Nuklearanlagen mit deutschem Steuergeld nun in Polen gebaut werden. Hier verschiebt sich eine Grenze, bedeutet für Deutschland – es wird von einem Produktionsstandort zu einem Abnahmemarkt umgebaut. Abnahmemärkte brauchen auch keine gut ausgebildete Bevölkerung, sondern nur eine Vielzahl von Konsumenten.

    Zurück zur Parallele der Machtübergabe. Hitler machte es wie Pinocchio, er entwickelte ein Eigenleben. Aber unabhängig von der Parteifarbe oder dem jeweiligen Land, das totalitäte Denken wird von vielen Parteien und Institutionen mitgetragen. Jene politische Korrektheit war aber noch nie gut gemeint, sondern von Anfang an ein Instrument um Meinungen und Denken zu steuern und nicht konforme Meinungen zu unterbinden. Durch diese Entwicklung wird jeder Einzelne zu seinem eigenen Zensor.

    Auch wenn ich weiß, daß es albern ist und nichts bringt, ich mache es ja schon seit Jahren wie Höcke und bleibe auch analog scharf an der Grenze und ich beobachte meine Mitmenschen schon sehr genau. Es funktioniert, auch bei jenen die behaupten sie wären resistent. Propaganda funktioniert. Nur deswegen existiert eine Werbeindustrie.

    „I believe that political correctness can be a form of linguistic fascism, and it sends shivers down the spine of my generation who went to war against fascism.“

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  6. Früher galt rechtsextrem als verwerflich. Stimmte die Einordnung, so war das ja ok. Die Frage ist nur, ab wann wird „rechts“ zu „rechtsextrem“?Der Einfachheit halber, auch weil offenbar immer mehr Dumme im Land leben, wurde der Begriff „rechts“ gleich mit auf die Liste der unerwünschten Wörter gesetzt. Warum noch Unterschiede machen? Links und grün sollen „in“ sein.

    Nun kocht also der Völkermord an den Hereo und Nama wieder hoch. Dass es einen Herero Aufstand seinerzeit gab war mir bekannt. Dass dieser nach damaligem Brauch mit wenig feinen Mitteln niedergeschlagen wurde, kann ich mir auch vorstellen.
    Aber wenn allein die Jahre ab dem Mittelalter heute aufgearbeitet werden müssten, wie würden dann wohl andere europäische Mächte abschneiden?

    Die Briten mit ihren zahlreichen Gräueltaten auf dem indischen Subkontinent? Die Belgier in Belgisch Kongo? Die Spanier und Portugiesen in Südamerika? Der durch europäische Truppen niedergeschlagene Boxeraufstand in China? Die grausame Besetzung Chinas durch die Japaner?

    Es ist wohl ein deutsches Phänomen eigene Schandtaten hervorzuheben, ähnliche oder noch viel schlimmere Verbrechen anderer europäischer Völker dagegen unter den Teppich zu kehren.

    Von Verbrechen an Deutschen ganz zu schweigen! Mir haben hier noch keine Tschechen Vorwürfe für die Zeit der deutschen Besatzung gemacht, und ich ihnen keine für die 1945 begangenen Verbrechen an dort friedlich lebenden deutschen Frauen und Kindern.

    Wann überlassen wir Vergangenem denn endlich mal dem ihm gebührenden Platz? Nicht vergessen aber vergeben müssen wir alle auf dieser einen Erde lernen.

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