So gut kann öffentlich-rechtliches Fernsehen sein…

… wenn man es läßt. Leider nur auf einem Spartenkanal, und die Sendezeit lag sicherlich auch nach 23:00 Uhr. Der Beitrag lohnt sich unbedingt. Es handelt sich um einen ungewöhnlich engagierten Kommunalpolitiker, der Boris Palmer sicherlich nicht nachsteht: der Bürgermeister der sächsischen Kleinstadt Augustusburg. Er trat parteilos zur Wahl an, trat dann aber in die SPD ein. Was er zu sagen hat, müsste man aufschreiben und jedem Politiker in Deutschland auf den Nachttisch stellen.

Und von Ost-West hat er auch mehr verstanden als die meisten in diesem Lande. Und er versteht ganz genau, was gegenwärtig in diesem Lande vor sich geht, im Gegensatz zu den meisten Politikern höherer Ebenen. Ich weiß nicht, ob dieser Mann aus dem Westen kommt. Aber es ist in diesem Fall auch egal. Ein im besten Sinne erhellendes Interview.

Selbstverständlich werden solche Mahner wirkungslos bleiben. Trotzdem ist es gut, dass es sie gibt.

Kurz vor der Wahl 2021 trat er aus der SPD aus.

Einer Partei, die solche Menschen aus ihren Reihen hinaustreibt, ist wirklich nicht mehr zu helfen.

3 Kommentare zu „So gut kann öffentlich-rechtliches Fernsehen sein…

  1. Stimmt, das war mir gar nicht aufgefallen. Man ist schon so daran gewöhnt, das ist wie eine Hornhaut. Es ist so wie bei Dieter Nuhr: wer im Fernsehen stattfinden will, muss den Gessler-Hut grüßen. Oder bei den Römern: „Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.“ Es ist also tatsächlich alles schon mal dagewesen. Karthago wurde tatsächlich zerstört. Die AfD wird noch gebraucht. Und zwar dringender von Tag zu Tag.

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  2. Vielleicht auch ganz interessant: Gestern traf Markus Lanz neben dem Virologen Streeck und einer goldigen SZ Medizinreporterin auch den Hamburger CDU Vorsitzenden, der nach Lanzens Einführungsworten den Gender Irrsinn abschaffen möchte (was ihm natürlich nicht gelingen kann) sowie Robin Alexander mit neuen Erkenntnissen.
    Hab nur den Anfang gesehen, die Sendezeit nach Mitternacht war sehr zuschauerfreundlich.

    Ach ja, eine gaz bittere Pille dazu. Der Extremvirologe mit der näselnden Stimme war leider verhindert. Wohl von der ARD Konkurrenz geschangheit bei Maischberger. Er sollte sich endlich mal klonen lassen.

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  3. Eingeschränkte Zustimmung. Sicher, unter Blinden gilt der Einäugige als König.
    Ohne AfD bashing geht es ja im Ö/R Rundfunk heutzutage wohl gar nicht mehr.
    Allein schon der Satz des Bm zu den AfD Wählern: „Das sind nicht alles Rechte“ ist für mich bezeichnend, ja geradezu entlarvend.
    Wer aus der CDU oder CSU hat neulich die Behauptung aufgestellt, das Parteienbündnis wäre rechts der Mitte? Naja, Märchen beginnen eigentlich mit den Worten „Es war einmal“.
    Heute rechts zu sein ist also trotzdem bei einigen Leuten gleichbedeutend mit rechtsextrem und verwerflich!

    Die Aussage des Moderators: „Die wählen dann die AfD ODER SOLCHE PARTEIEN“ ist ja auch mal wieder klar in Richtung Schmuddelecke hin aufgestellt. Mit solch abwertendem Wortschatz diskriminiert also ein von Zwangsgebühren auch dieser Wähler prächtig finanzierter Moderator, der doch wohl neutral sein sollte.

    Hier wird ja schon wieder mal rechts mit rechtsextrem gleichgestellt. Da ist wohl beim Bm noch einiges von den SPD Parteiversammlungen hängen geblieben, was er noch gar nicht so recht bemerkt hat. Er sollte mal auf die exzessiven Forderungen der Jusos, wie Abtreibung bis zum neunten Monat, zwischen seinen nun wieder vergangenen Parteifreunden achten. Rein theoretisch hätte ich vor Jahhrzehnten bei einem Parteieintritt auch der SPD den Vorzug gegeben, jedenfalls habe ich sie fast immer gewählt. Heute müsste man mich für beide Möglichkeiten lange narkotisieren.

    Übrigens wird bei Kommunalwahlen mehr auf die Kandidaten geachtet als auf die Partei für die sie antreten. Das ist völlig normal und spricht nicht allein gegen die AfD und ihr Programmm. Dies erklärt auch die von ihm erwähnte Diskrepanz zum AfD Kandidaten, nehemn wir einfach mal die Aussage als gegeben hin.

    Schief liegt er auch damit, dass von AfD Parlamentariern keine guten Sach- und Lösungsvorschläge kommen. Er sollte sich mal die eine oder andere hervorragende Rede zu von dieser Partei vorgeschlagenen Lösungen anhören. Wenn natürlich einvernehmlich im Verbund – samt der SED Hinterlassenschaft – alles abgelehnt und lächerlich gemacht wird, dann mag es ja für manche einfach gestrickten Zeitgenossen so aussehen. Kommt der Antrag später erneut, nur leicht abgewandelt, von einer „demokratischen“ Partei, so hat er natürlich weitaus besser Chancen auf Annhame und die Raubkopierer dürfen sich auf die Schultern klopfen.

    Vielfach waren Abgeordnete der AfD in den verschiedensten Parlamenten bis hin zum Deutschen Bundestag zuvor langjährige Mitglieder der Altparteien mit Ausnahme der Kommunisten. Sind die mit ihrem Übertritt nun plötzlich alle zu Nazis mutiert oder ist gar Hexerei im Spiel? Wäre ja kaum zu glauben, dass so eine 5. Kolonne dort über Jahre und Jahrzehnte unerkannt ihr schändliches Unwesen treiben konnte.

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