Kommentar der Woche

„Die ganze Problematik hinsichtlich tendenziöser PC-Artikel und deren Kommentar-Zensierungen basiert auf dem “Marsch durch die Instanzen” der 68er Linken. Nun sind sie in den Chefetagen angekommen und versuchen erfolgreich, den Print- und Internet-Lesern sowie den TV-Zuschauern das Gehirn “einzunorden”.

Das Gift der Desinformation

Seit Wochen kann man beobachten, daß die „Welt“ wieder verstärkt Leserkommentare zensiert. Dazu gibt es „Nutzungsregeln“, deren Auslegung allerdings diskussionslos der Redaktion obliegt.

Vor ein paar Tagen erschien in der Onlineausgabe der „Welt“ ein Bericht über einen Übergriff auf Rettungskräfte. Eine Gruppe von „Männern“ (ich kann das hier nicht ohne Anführungszeichen schreiben) hatte Feuerwehrmännern, die einen Brand in einem Saunaklub löschen wollten, die Schläuche entwendet und sie und sich gegenseitig damit bespritzt. Roß und Reiter wurden aber im Sinne der politischen Korrektheit nicht genannt - es wurde in fast schon gewohnter Weise um den heißen Brei herumgeredet, indem als Täter nur „Männer“ genannt wurden.

Dröhnendes Schweigen

Vor eineinhalb Jahren wurde in einer langen Reihe von Kirchenschändungen, die nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland stattfinden, auch eine Kirche in Bremen geschändet.

Dabei wurden nicht nur kirchliche Symbole zerstört, sondern auch beträchtlicher materieller Schaden angerichtet, indem man zwei Orgeln verwüstet hat. Die Pfeifen waren mit Bauschaum gefüllt worden und damit unwiederbringlich verloren, da die Metallpfeifen aus relativ weichen Speziallegierungen bestehen, die durch eine solche Bauschaumattacke aber unrettbar gesprengt und blockiert werden. Der Schaden belief sich auf geschätzte 500.000 €.

Es gehört schon eine ganze Menge Perfidie dazu, auf so eine Idee überhaupt zu kommen, das waren sicher keine randalierenden Jugendlichen auf Erlebnistour, hier liegt eher ein Haßdelikt vor, was den Kreis der möglichen Täter eingrenzt.

„Eine Zensur findet nicht statt“

So steht es im Grundgesetz, der deutschen Verfassung. Aber was bedeutet das in der Praxis? Ich schreibe viel in den Online – Foren der großen Zeitungen. Gefühlt jeden dritten Tag gibt es eine Diskussion darüber, wie toll doch die Medien um Objektivität bemüht seien und daß der Kampfbegriff „Lügenpresse“ nicht zuträfe.

Leider widerspricht dies den praktischen Erfahrungen. Es gibt nämlich so etwas wie ein Hausrecht der Medien. Angeblich wird es nur gegen Haßkommentare angewandt, aber inzwischen ist es ein offenes Geheimnis, dass dies eine Schutzbehauptung ist. Thematisiert man dies aber in Diskussionen über dieses Thema, werden die entsprechenden Beiträge nicht veröffentlicht. So stärken die Medien selbst den gegen sie gerichteten Kampfbegriff.