Brief über den gesellschaftlichen Schützengraben hinweg

Es gibt kaum etwas, was ich mehr hasse, als Journalisten, die Informationen nach ihrer Haltung filtern oder gar wie Claas Relotius „passende“ Geschichten erfinden. Der hatte bekanntlich über eine Kleinstadt im Mittelwesten der USA, im „Trump-Kernland“, eine marktgerechte Geschichte erfunden, die vor Klischees strotzte, wofür er dann von der sich selber auf die Schulter klopfenden … Brief über den gesellschaftlichen Schützengraben hinweg weiterlesen

Vertrauen als Währung

Journalisten handeln wie Banker mit Vertrauen. ...  Die einen verkaufen ... Geld, die anderen Informationen. Fehlt aber das Vertrauen in eine Banknote oder eine Information, sind beide wertlos. Eric Gujer, Chefredakteur der Neuen Züricher Zeitung, anlässlich ihres 240-jährigen Bestehens zur Vertrauenskrise der Medien

Dröhnendes Schweigen

Vor eineinhalb Jahren wurde in einer langen Reihe von Kirchenschändungen, die nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland stattfinden, auch eine Kirche in Bremen geschändet.

Dabei wurden nicht nur kirchliche Symbole zerstört, sondern auch beträchtlicher materieller Schaden angerichtet, indem man zwei Orgeln verwüstet hat. Die Pfeifen waren mit Bauschaum gefüllt worden und damit unwiederbringlich verloren, da die Metallpfeifen aus relativ weichen Speziallegierungen bestehen, die durch eine solche Bauschaumattacke aber unrettbar gesprengt und blockiert werden. Der Schaden belief sich auf geschätzte 500.000 €.

Es gehört schon eine ganze Menge Perfidie dazu, auf so eine Idee überhaupt zu kommen, das waren sicher keine randalierenden Jugendlichen auf Erlebnistour, hier liegt eher ein Haßdelikt vor, was den Kreis der möglichen Täter eingrenzt.