Zum Stand der Willkommenskultur

Die „Welt“ schreibt unter Bezugnahme auf eine neue Bertelsmann-Studie: Aufnahmebereitschaft und Willkommenskultur hätten nach dem starken Zuzug von Flüchtlingen zwar zunächst gelitten. Aktuell stehe die Bevölkerung der Migration aber wieder mehrheitlich positiv gegenüber. „Deutschland hat den Stresstest der Fluchtzuwanderung ab 2015 gut gemeistert und stabilisiert sich als pragmatisches Einwanderungsland“, meinte Stiftungs-Vorstand Jörg Dräger.

Unvereinbar mit der AfD

Bald ist Landtagswahl in Brandenburg. Da drehen sich auch viele private Gespräche um das Thema AfD. Ein wesentlicher Einwand, der mir immer wieder begegnet, ist der, daß sich die AfD nicht genügend gegenüber Extremisten in ihren eigenen Reihen abgrenzen würde. Dieser Vorwurf wird meiner Meinung nach zu Unrecht erhoben. Es gibt sogar eine Unvereinbarkeitsliste der AfD. In ihr sind mehr als 400 (!) extreme  Organisationen und Vereinigungen aufgelistet, deren ehemalige oder gegenwärtige Mitglieder nicht auch Mitglied der AfD werden oder sein können.

Nachricht von der Front

Der Kampf um die Aufrechterhaltung der Meinungsfreiheit findet täglich im Kleinen statt. Aus einem Artikel der „Welt“ des Journalisten Thomas Schmid zum Wahlergebnis des Bürgermeisterkandidaten der AfD in Görlitz: Man stellt es nicht gerne fest, muss es aber feststellen: Die AfD ist im Jahre 2019 in Sachsen (und in einigen anderen Bundesländern) eine Volkspartei mit einer stabilisierten Wählerschaft. Einer Wählerschaft, die von allen guten und treffenden Argumenten gegen den Ansatz der Partei nicht mehr erreicht wird, zumindest im Augenblick nicht. Und die in beträchtlichen Teilen auch nicht erreicht werden will und die alle Fakten, die man ihr entgegenhält, zu „Systemlügen“ erklärt.

Dröhnendes Schweigen

Vor eineinhalb Jahren wurde in einer langen Reihe von Kirchenschändungen, die nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland stattfinden, auch eine Kirche in Bremen geschändet. Dabei wurden nicht nur kirchliche Symbole zerstört, sondern auch beträchtlicher materieller Schaden angerichtet, indem man zwei Orgeln verwüstet hat. Die Pfeifen waren mit Bauschaum gefüllt worden und damit unwiederbringlich verloren, da die Metallpfeifen aus relativ weichen Speziallegierungen bestehen, die durch eine solche Bauschaumattacke aber unrettbar gesprengt und blockiert werden. Der Schaden belief sich auf geschätzte 500.000 €. Es gehört schon eine ganze Menge Perfidie dazu, auf so eine Idee überhaupt zu kommen, das waren sicher keine randalierenden Jugendlichen auf Erlebnistour, hier liegt eher ein Haßdelikt vor, was den Kreis der möglichen Täter eingrenzt.

Nicht grün genug

Blauschopf Rezo hat die CDU heftig kritisiert und damit Millionen erreicht. Viele Junge lesen kaum noch, deswegen haben Videos eine größere Breitenwirkung. Meine Kritik an der CDU stimmt nur teilweise mit Rezo überein und setzt andere Akzente - die Migrationspolitik seit 2015, die größte Fehlleistung der CDU, hat er bezeichnenderweise nicht mal erwähnt. Was hat der geraucht?

Die Banane: eine deutsche Karriere

Die beliebte Südfrucht, geschält oder ungeschält, hat eine lange Karriere als politische Frucht hinter sich. Sie begann zu Wendezeiten vor 30 Jahren. Unvergessen das Titanic-Cover, auf dem eine typische Ostfrau (die in Wirklichkeit aus Rheinland-Pfalz kam, aber halt so aussah), freudestrahlend eine auf Bananenart geschälte Gurke in die Kamera hält: „Zonengaby im Glück: Meine erste Banane.“

Einzelfälle oder 5 vor 12?

Im deutschen Osten gibt es ja angeblich kaum Migranten. Vielleicht werden auch deshalb Übergriffe aus dieser Gruppe in den Medien als Einzelfälle bezeichnet und behandelt. Zu Silvester gab es aber offenbar eine bemerkenswerte Häufung solcher Einzelfälle. In Leipzigs Hauptbahnhof sprach die Polizei gleich 900 Platzverweise aus. Haben die Beamten hier ein neues Köln verhindert?

Kindheitsmuster

So hieß eins der erfolgreichsten Bücher der DDR, geschrieben von Christa Wolf. Es fiel mir wieder ein, als ich darüber nachdachte, in wieweit Menschen im Laufe ihres Lebens ihre politischen Einstellungen und Überzeugungen beibehalten oder auch verändern. Es sind die Prägungen in der Kindheit, die eine große Rolle dabei spielen.

Wie man Wut nach rechts umlenkt

Zielführender dagegen ist die Frage nach den Nutznießern einer gegebenen Entwicklung. Und da stellt sich schon die Frage, warum denn der unzutreffende Tenor der gesamten Presse- und Medienlandschaft unisono auf den rechten Rand zeigt, während die Bevölkerung, nicht nur in Chemnitz, ein ganz anderes Problem drückt: nämlich die schwindende Sicherheit nicht nur in den Großstädten und eine bisher nie dagewesene Welle von Messerkriminalität, dessen jüngstes, aber wohl leider nicht letztes Opfer der Deutschkubaner Daniel H. ist.