Die wachsende Macht der Linken

Jetzt, da die einfachen Leute in Scharen zu den „Rechten“ überlaufen, können die „Linken“ ihre tiefverwurzelte Verachtung gegenüber den „Abgehängten“ so richtig ausleben: Die Resentiments, die sie ihnen unterstellen, von „Ausländerfeindlichkeit“ bis „Rassismus“ und „Demokratieverachtung“, sind aber nur die Projektion ihrer eigenen Resssentiments.

Das ist mir schon nach der Wende aufgefallen, als ich erstmals in westlinke Kreise geriet: wie die gegen den Kapitalismus wetterten und selber doch die besseren Kapitalisten waren: mit den richtigen Investments, mit cleveren Anlagen, mit bester Kenntnis des Systems, der richtigen „Denke“, wie man aus allem ein Geschäft machen kann, ausgeprägten Selbstdarstellungsfähigkeiten und meistens recht gut situiert. Die einfachen Menschen waren da, wie es die Satirezeitschrift Titanic auf den Punkt brachte,  „Zonengaby mit der Banane“. Die Verachtung derer, die nie Mangel leiden mussten gegenüber denen, die einfach nur ebenfalls ein Stück vom Wohlstand haben wollten, war schon immer grenzenlos.

Und es war falsch, das hat man im Westen bis heute nicht verstanden: die Wende passierte nicht wegen des niedrigen Lebensstandards in der DDR. Die Wende passierte wegen der gefängnishaften Unfreiheit und der zynischen Lüge. Die Konsumverheißungen  des Westens hat man zwar gerne mitgenommen, sie waren aber nicht der bestimmende Antrieb. Aber im Westen konnte und mochte man sich gar nichts anderes vorstellen. Zumindest die Älteren wussten, was die Stunde geschlagen hatte. Ich wusste, dass ich meine Existenz verlieren würde. Der Antrieb, das Westsystem zu übernehmen, war, dass man wusste, man wird die eigene Funktionärskaste im Leben nicht los, wenn man die DDR weiterbestehen lässt. Es war die Angst davor, dass diese Leute wieder so mächtig werden könnten, wie sie einst waren.

Heute ist es wieder soweit. Die ehemaligen Funktionäre haben sich mit den Westlinken verbündet und sind drauf und dran, die Republik zu übernehmen. Gerade wurde eine Lesung in Dresden mit dem des bekanntesten Autor der Stadt, Uwe Tellkamp, abgesagt, „wegen des Neutralitätsgebotes“, so als wäre Tellkamp ein Geächteter. Dabei hatte er sich nur erlaubt, öffentlich ein paar Sätze Kritik an der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel zu üben. Seitdem gilt er als rechter Autor, sein Verlag distanzierte sich umgehend von ihm. Und „Rechten“ gibt man im neuen Deutschland keine Stimme.

Die Linken, von der Linken über die SPD und die Grünen bis zu großen Teilen der CDU, stehen kurz vor der endgültigen Machtergreifung. Und die Folgen werden sein wie immer: Unfreiheit, ideologische Gleichschaltung (diesmal im Dienste der Weltklimarettung und der unbegrenzten Migration) und wirtschaftlicher Niedergang. Die ihn bezahlen müssen, werden ihn nicht verhindern können.

Update: SPON, die zuverlässige Quelle unterhaltsamer Nichtigkeiten, liefert gerade folgende Schlagzeile aus: „USA: Tauber Mann verklagt Pornoseiten wegen fehlender Untertitel“. Wie oben geschrieben: aus allem ein Geschäft machen.

Flüchtlinge im eigenen Land

Gunnar Schupelius von der BZ ist einer der wenigen Journalisten in Berlin, die Klartext reden. Deshalb wurde er schon mehrfach von linken Extremisten attackiert, zweimal wurde ihm das Auto abgefackelt. Er sagt hier ziemlich klar, was andere immer wieder mühsam verstecken: es gibt einen neuen, äußerst gefährlichen Antisemitismus. Und der ist ausschließlich muslimisch.

Der seit Jahrzehnten existierende rechtsradikale Antisemitismus, der immer wieder vorgeschoben wird, damit man den, Ausländerfeindlichkeit darf ja nicht sein, muslimischen Antisemitismus nicht sieht, ist dagegen auf dem Rückzug. Halle war tatsächlich ein Einzelfall, im Gegensatz zu den nicht mehr zählbaren, täglich stattfindenden Messerangriffen, die alle als „Einzelfälle“ gehandhabt werden, geschweige denn die ungenannten täglichen Übergriffe auf junge Juden in Berliner Schulen.

Mit der üblichen Beschönigung: jeder Fall ist einer zu viel, kommt man hier nicht weiter. Alle in einen Topf und möglichst die Moslems nicht nennen, von denen die Mehrheit antisemitisch eingestellt ist? Das verschärft das Problem nur weiter. Denn die fühlen sich dann noch bestätigt. Die haben bereits die Macht auf den Berliner Schulhöfen.

Man muss diesen neuen Antisemitismus gezielt angehen. Aber der Staat hat da nicht nur eine Beißhemmung, er weicht völlig zurück: es sind ja Ausländer. Also schaut man weg, beschönigt und läßt laufen. Ich finde solche Verzerrung der Wirklichkeit einfach ekelhaft. Das wird schon aus politischen Gründen seit Jahrzehnten gemacht: sonst hätten wir jetzt nicht arabische Clans in allen Großstädten Deutschlands. Man hat gezielt weggeschaut, weil man ja „Ausländer“ nicht kritisieren und in die Schranken weisen darf. Die haben es ja schon schwer genug. Bullshit.

Das Gegenteil ist wahr: wenn die keine klaren Ansagen kriegen mit ihrer Machokultur, dann ufern die aus. Die nehmen sich so viel Raum, wie man ihnen lässt. Und leben ihre Ressentiments voll aus. Und genau das ist passiert. Übernommene Schwimmbäder und blockierte Autobahnen sind auch nur ein Symptom der Machtübernahme. In der Gesellschaft gibt es kein Machtvakuum. Dort, wo der Staat zurückweicht, übernehmen andere. Wer heute durch Berlin-Neukölln geht, der geht durch ein besetztes Land, Deutschland, das mal deutsch war und heute arabisch ist.

Wir verlieren unser Land. Und immer mehr merken es. Im Osten schneller, der Westen ist schon seit Jahrzehnten daran gewöhnt. Über diese Beschönigungen ärgert sich nicht nur Berlin. 96 % der BZ-Leser haben Schupelius zugestimmt.

Merkels größter Fehler

Sehr geehrter Herr Fleischhauer,

Sie fragen in Ihrer Kolumne nach Merkels größtem Fehler. Das ist eine Steilvorlage für mich als Blogger. Es ist aber schwierig zu beurteilen, da sie so viele große Fehler gemacht hat. Die Energiewende ist nur einer davon, aber nicht einmal ihr größter. Sie wird die Welt nicht retten, aber Deutschland in seiner Konkurrenzfähigkeit nach unten katapultieren. Zudem ist sie zutiefst unsozial durchgesetzt worden.

Merkels größter Fehler war auch nicht die Grenzöffnung. Ihr größter Fehler war und ist, dass sie die Grenzen immer noch offen läßt. Dass der deutsche Staat praktisch die Hoheit über seine Grenzen aufgegeben hat, dass einerseits Leute mit Mehrfachidentitäten durchs Land geistern, während andererseits bei der autochthonen Bevölkerung jeder Parksünder gnadenlos verfolgt wird. Die Politik tut eben, was sie kann. Sie unternimmt nichts, um dieser Leuten habhaft zu werden, sondern hält sich an die, die den Reichtum geschaffen haben und die jetzt abgezockt werden. Es würde nur einen Federstrich in der Gesetzgebung erfordern, wirksame biometrische Identitätsfeststellungen praktisch durchzusetzen. Das aber ist politisch nicht gewollt.

Die Entwicklung der Clans hat das bewiesen. Das hat bis heute gravierende Folgen: Islamisierung der Gesellschaft, Parallelgesellschaften, Import sämtlicher Weltkonflikte nach Deutschland einschließlich Terrorismus, Verlust öffentlicher Sicherheit, Ausbreitung von arabischen Clans, immer mehr parasitäre Existenzen, Destabilisierung und vermutlich künftiger Zusammenbruch der Sozialsysteme.

Merkel hat unser Land auf einen Eisberg zugesteuert und es ist zu spät, ihm auszuweichen. Es ist traurig, zusehen zu müssen, wie das passiert.

Die Welt kann nur gerettet werden durch eine drastische Reduzierung der Bevölkerungszahl, die immer noch ungebremst steigt. Was Deutschland eventuell in einem Jahr einspart, kompensiert Afrika innerhalb von Tagen. Die Menschheit wird vermutlich überleben, aber drastisch reduziert werden durch eigene Fehler. Diese Fehler sind genetisch in der Erfolgsgeschichte der vergangenen Generationen verankert und damit invariant. Wir werden es nur auf die ganz harte Tour lernen oder gar nicht.

Derzeit unternimmt der Mainstreamjournalismus alles, die genannten Tatsachen im öffentlichen Bewusstsein nach hinten zu rücken. Aber der Paralyseprozess geht weiter. Es gilt immer noch, nicht nur für die untergegangene DDR: eines Tages ist der Kaiser nackt.

Mit freundlichen Grüßen – Hans-Hasso Stamer

Das Karotten-Prinzip

Wikipedia so:

Die sprichwörtliche Metapher beschreibt, dass einem Esel als Anreiz eine Karotte – sichtbar, aber nicht erreichbar – vors Maul gehalten wird, um ihn dazu zu bringen, eine Last zu tragen/ziehen oder in eine bestimmte Richtung zu laufen.

Das trifft auf die gegenwärtige Situation im Lande zu. Während die Klimadebatte wie eine Karotte dazu benutzt wird, Steuererhöhungen durchzusetzen und im Windschatten dieser Debatte, von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, Einschränkungen der Bürgerrechte und der Redefreiheit vorzunehmen, werden die echten Probleme des Landes von der Tagesordnung weitgehend verdrängt. Clans schicken sich an, die Großstädte zu beherrschen, die Kette der Gewalttaten mit Migrationshintergrund reißt nicht ab, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands geht langsam den Bach runter, die Islamisierung schreitet fort, aber wir reden über 2,2 % der Weltemission an CO2 – soviel trägt Deutschland dazu bei. Moralisch und klimatechnisch bleiben wir Weltmeister, nur interessiert die Welt das nicht.

Hin und wieder wird mal eine Zeitung etwas deutlicher:

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Deutschland wird dümmer und unsicherer durch ungeregelte Migration und hohe Geburtenraten bildungsferner Einwanderer. DAS ist die Wahrheit.

Auf der Zeichnung der Wikipedia-Seite läuft der Esel auf einen  Abgrund zu. Aber solange die gegenwärtige Elite nicht abgewählt wird, ist keine Änderung in Sicht.

Lex Rammo in NRW

Sei vorsichtig mit dem, was du wünschst. Es könnte unter Umständen wahr werden.

Dieser Ausspruch eines deutsch-kanadischen Publizisten kam mir in den Sinn, als ich jetzt über einen Hilferuf der nordrhein-westfälischen Polizei stolperte: Sie fordert einen Schutz ihrer Beamten vor Einschüchterung im privaten Umfeld sowie Stalking durch Clanmitglieder.

Ich sehe das als Offenbarungseid an. Wer soll der Polizei helfen, wenn sie versagt, die kaputtgesparte Bundeswehr? Vielleicht hat ja die Bundesregierung ein paar Bodyguards übrig. Aber die werden sich bedanken. Nein, im Artikel wird ein Stalking-Paragraph gefordert. Aber den gibt es doch längst: § 238 StGB! Brauchen wir eine „Lex Rammo“?

Als ich in der „Welt“ als Leser schrieb, die Blockade von Autobahnen und die Vorgänge im Rheinbad seien Machtanspruchsgehabe einer bestimmten Klientel, wurde mein Account dafür noch gesperrt. Kurz danach schrieb die Zeitung redaktionell Ähnliches. Und heute zeigt sich, dass die Machtansprüche immer dreister vorgebracht werden: die Clans suchen das Kräftemessen mit den Staatsorganen und versuchen, die Polizei einzuschüchtern.

So traurig und beschämend dieser Vorgang ist, ich konnte mich einer gewissen Schadenfreude nicht enthalten. Man wollte doch gar nichts anderes! Das habt ihr nun davon.

Jahrzehntelang hat man doch jeden aufgenommen, der es nur irgendwie aufs deutsche Staatsgebiet schaffte – und seine Familie noch dazu, spätestens nach ein paar Jahren. Kaum einer wurde zurückgewiesen, abgeschoben oder bekam nicht nach entsprechender Wartezeit eine dauerhafte Duldung – die Nachkommen hatten dann in der Regel auch die deutsche Staatsbürgerschaft. So sind ganze Familienclans aus dem Nahen Osten hier eingewandert und bilden heute den Untergrund der organisierten Clankriminalität, die den Staat und seine Exekutivorgane zunehmend herausfordern und infrage stellt.

Jahrzehntelang (!) hat man doch alle verteufelt, die genau vor dieser Entwicklung gewarnt haben. Man hat doch sofort alle als islamphob, ausländerfeindlich, fremdenfeindlich, rechts, Nazis, Faschisten gebrandmarkt, die auch nur einen einzigen kritischen Blick auf diese Entwicklung geworfen haben. Die Durchsetzung der „vielfältigen“ Gesellschaft hatte Priorität.

Diese Multikulti-Ideologie ignoriert die patriarchalischen Familienstrukturen und gesellschaftlichen Zustände des Nahen Osten, geht vom individualistischen, aufgeklärten und rechtlich individuell verantwortlichen Menschenbild des Westens aus. Das funktioniert aber bei den arachaischen gesellschaftlichen Strukturen, auf die die Einwanderer aus dem Nahen Osten geprägt sind, mehrheitlich nicht. Es ist westliche Hybris, zu glauben, dass diese Prägungen innerhalb kurzer Zeit verschwinden, so wie es auch westliche Hybris war zu glauben, dass die DDR so einfach verschwinden würde. Und so wurde aus der Einwanderung samt erwünschter Integration immer mehr eine feindliche Übernahme und die versprengten Stasis machte sich zusammen mit den Westlinken auf, die Bundesrepublik auf links zu drehen.

Die Behörden haben ständig weggesehen, sich weggeduckt, wenn von seiten der Neuankömmlinge Forderungen gestellt, erschlichen oder kriminelle Delikte begangen wurden. Da gab es sogar noch strafrechtlichen Kulturrabatt! Rückendeckung für dieses Laissez-Faire gab es aus Politik, Medien, Wirtschaft (wegen der billigen Arbeitskräfte) und Judikative. Die Gerüchte, dass die couragierte Jugendrichterin Heisig von genau dieser Klientel ermordet wurde, wollen nicht verstummen. Aber die offizielle Version des Selbstmords, der so völlig unmotiviert erfolgt war, wurde nie revidiert. Und jetzt jammert man, dass man mit den Folgen dieser Politik nicht mehr fertig wird.

Der Zauberlehrling beschwert sich beim Meister, dass er die Geister nicht mehr los wird, die er rief? Das ist ja herzallerliebst, aber mir bleibt das Lachen im Halse stecken.

Solche Unternehmer braucht das Land

Wenn wir mehr solche Unternehmer hätten, ginge es dem Land besser. Aber es gibt zu viele Opportunisten, wie bei den Bürgern auch. Das war in der DDR nicht anders. Wie kann man Entwicklung und unternehmerisches Gewinnstreben mit sozialer Verantwortung verbinden? Dieser Mann hat eine Antwort. Ich stimme seinen Thesen zum größten Teil zu.

Ausgerechnet auf eine Baustelle dieses Unternehmers haben linke Extremisten in Leipzig einen Brandanschlag unternommen, zwei große Baukräne wurden abgefackelt und ein Gebäude beschädigt. Eine Immobilienmaklerin wurde bei einem „Hausbesuch“ überfallen und im Gesicht verletzt. Der Schaden betrug eine zweistellige Millionensumme. Auf dem Portal „Indymedia“ haben sich Linksextreme dazu bekannt. Das Thema wurde nur in der Lokalpresse und in Boulevardmedien abgehandelt und schnell wieder versenkt.

Hätten dies Rechtsextremisten getan, hätte das ganze Land kopfgestanden. Die ARD hätte einen Brennpunkt gebracht, der Bundespräsident hätte eine Ansprache gehalten und eine „Messer in Journalistenfresse“-Band hätte nicht etwa gegen rechtsextrem, sondern gegen rechts – so als wäre rechts mit rechtsextremer Gewalt deckungsgleich – gespielt.

Ich habe für prügelnde, Asylunterkünfte brandschatzende oder gar mordende Glatzen wirklich NULL Sympathie, aber mich ärgert wahnsinnig diese Ungleichbehandlung in den Medien. Dieser hysterische und verlogene „Kampf gegen rechts“, der Ultrarechts sogar noch nutzt, bei gleichzeitigem „Herunterschreiben“ und Verharmlosen von linksmotivierter Gewalt.

So als wären die linken Gewalttäter etwas Besseres als die rechten, verirrte Kinder einer Denkrichtung, die doch im Prinzip richtig sei. Nein, sie ist schon im Prinzip falsch.

Diese gesellschaftliche Entwicklungsrichtung des Neosozialismus ist die wahre Bedrohung unseres Landes. Sie ist ein Schlag ins Gesicht meiner Generation, die 28 Jahre lang ganz realsozialistisch in der DDR eingesperrt war und sich die Zugehörigkeit zur wiedervereinigten deutschen Nation erkämpfen musste und erkämpft hat. Sie ist nicht gewillt, diese wieder herzugeben durch islamische Paralyse und demographische Verdünnung alles „typisch Deutschen“ im Sinne eines Joseph Fischer – beides Zielrichtungen aktueller linker Politik.

Brief über den Schützengraben hinweg

… wirtschaftliche Krise und Auswanderung der jüngeren Generationen waren immer schon Katalysatoren für einen populistischen Rechtsruck…

Meiner Meinung nach gibt es keinen Rechtsruck. Das ist eine Fata Morgana, eine Täuschung aufgrund eigener Standpunktverschiebung. Es gibt nur einen massiven Linksruck bei fast allen Parteien, deshalb erscheinen denen die auf dem geraden Weg als rechts. Alle linken Parteien sind definitiv nach links gerückt, gestern die SPD wieder ein Stück. Ansonsten hat noch die CDU ganz massiv rechte und Positionen der Mitte aufgegeben und ist unter Angela Merkel nach links und grün gewandert. Die Bevölkerung hat sich im Wesentlichen politisch nicht bewegt, sie wählt nur gezwungenermaßen andere Parteien.

Durch den Linksruck der Parteien ist eine Lücke entstanden, die meiner Meinung nach aber nicht vollständig von der AfD gefüllt wird. Denn diese sogenannten Rechtspopulisten sind alle ganz normale Bürger, auf der Suche nach Glück für ihre Familien und sozialer Gerechtigkeit. Sie kommen von allen Parteien. Und da würden sie auch wieder sein, wenn das Problem mit der Massenmigration gelöst wäre, woran ich aber nicht glaube.

Die Sache ist gelaufen, die Leute wird man nicht mehr los. Nicht die Clans mit 100.000en Mitgliedern und die Parallelgesellschaften auch nicht. Und irgendwann wird in den Schulen arabisch gesprochen werden und aus dem Islam kann man so wenig austreten wie aus der SED zu DDR-Zeiten.

Ich verstehe auch nicht, was die Ablehnung von Massenmigration und damit die erzwungene Schaffung von neuen Mehrheitsverhältnissen samt Paralyse der bestehenden Gesellschaft, einfach, indem man Tatsachen schafft (in meinen Augen ein Rechtsbruch), mit “rechts“ zu tun hat.

Dass heute sämtliche deutsche Altparteien, von der Linken bis zur CDU, diese Politik unterstützen, ist das eigentliche Problem. Das treibt nämlich alle, die das nicht wollen, und denen das Thema sehr wichtig ist, weil sie nämlich wollen, dass auch ihre Kinder und Enkel noch in einem funktionierenden Deutschland leben können, fast zwangsläufig zur AfD, im Osten mehr, da die Leute dort direkter, propagandaresistenter und widerständiger und weniger saturiert sind. Der Westen ist bürgerlich, der Osten proletarisch. Und Proletarier reden nicht um den heißen Brei herum, sondern sagen, was Sache ist.

Indem man dann diese Leute beschimpft, fertig und lächerlich macht und zurücksetzt, als Populisten, Nazis, Rechte, Pack, Dunkeldeutsche beschimpft, erreicht man nur, dass sich die Gesellschaft weiter spaltet.

„Links“ ist für mich vor allem das Eintreten für soziale Gerechtigkeit durch soziale Marktwirtschaft und die Verhinderung von geselllschaftsschädlichen Einbahnstraßen für das große Geld. Diesen Forderungen – von Osten her vor allem – wird sich die AfD noch stellen müssen. Bis jetzt ist das noch nicht der Fall, da sie von allen anderen als Paria behandelt wird und daher nicht die Gelegenheit hat, mitregieren zu können und zu müssen.

Das wird sich aber nicht durchhalten lassen, und dann wird auch für die AfD eine neue Zeitperiode anbrechen: dann muss sie zeigen, ob sie tatsächlich die Interessen derer vertritt, die sie jetzt unterstützen. Und erst dann wird man sie politisch genau einordnen können. Die Linke hat im Osten diese Phase durchlaufen und ihr Kapital deshalb verspielt, weil sie das wichtige Thema der Migration entgegen den Interessen einer großen Zahl ihrer Wähler behandelt. Sahra Wagenknecht hatte das erkannt, thematisiert und ist damit an der eigenen Funktionärsriege gescheitert. Jede Wahl im Osten zeigt das.

Ich nehme also das Migrationsthema völlig heraus aus dem Rechts-Linksschema und schlage ein kartesisches Koordinatensystem vor. Der Artikel ist schon etwas älter, inzwischen würde ich die CDU noch weiter links verorten.

Was die wirtschaftliche Krise und die Auswanderung betrifft, so gibt es hier zwar eine Korrelation, aber keine Kausalität. Die wirtschaftliche Krise war in den Jahren nach der Wende viel heftiger als heute, eine „populistische Strömung“ blieb dagegen aus.
Die höhere Zustimmung im Osten ist anderen Ursachen geschuldet: das die kosmopolitischen Grünen tragende Milieu ist schwach entwickelt und der historische Erfahrungshintergrund ist ein ganz anderer als im Westen.

Auch die Korrelation der AfD-Wahlergebnisse mit dem höheren Durchschnittsalter im Osten infolge Abwanderung kann keine Kausalität sein: Gerade die Älteren haben überdurchschnittlich die traditionellen Volksparteien gewählt, die AfD punktete eher bei jüngeren und mittleren Jahrgängen.

Der heftige Einbruch bei den Wahlergebnissen der Linken im Osten zeigt, das die Massenmigration im Osten eine ganz andere Virulenz als im Westen hat: der Osten musste sich die Zugehörigkeit zum deutschen Nationalstaat erkämpfen, bekam sie nicht geschenkt von den Alliierten wie der Westen, und wie hart das an der Katastrophe vorbeigeführt hat, hat sich 1989 gezeigt. Das gibt man nicht ohne Not wieder her. Dafür läßt man sich auch mal beschimpfen oder ausgrenzen. Dieser Stolz der Ostdeutschen wird im Westen immer noch unterschätzt, die AfD warb deshalb erfolgreich: „Vollende die Wende“.

Deshalb ist das Gefühl der deutschen Nationalzugehörigkeit und nationalen und kulturellen Identität – die Kultur war eine verbindende Klammer im Kalten Krieg – im Osten viel wichtiger und lebendiger als im Westen. Und wird dort, vor allem in den Medien, immer wieder als völkischer Nationalismus fehlgedeutet.

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Da klappt dem Dunkeldeutschen die Kinnlade runter:  Haß auf das eigene Land

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