So isser nicht, der Ossi

Antwort an meinen ehemaligen Parteifreund Oswald Metzger, der auf „Tichys Einblick“ den gefühlt 376. Versuch startet, den autoritätshörigen und demokratiefremdelnden Ossi zu erklären: Leider vertreten auch Sie das falsche Narrativ, dass die AfD rechtsradikal sei. Dabei vertritt sie nur Positionen, die die CDU um die Nuller Jahre noch für selbstverständlich hielt. Seit einigen Jahren haben wir aber einen flächendeckenden Siegeszug linken bis linksradikalen Denkens in der gesamten Republik, was dazu führt, dass diejenigen, die sich dem nicht unterwerfen, als rechts bis ultrarechts angesehen werden.

Vor der Wahl und nach der Jagd

Äußerlich ist es ruhig, aber unter der Oberfläche brodelt es. Sonntag wird gewählt. Dabei könnte es zu erheblichen Verschiebungen in der Parteienlandschaft kommen. Die Propagandamaschine läuft ja bereits wieder auf Hochtouren: Neuerdings gab es noch einmal, rechtzeitig vor dem Wahltermin platziert, einen Versuch der SZ, weiterverbreitet vom MdR, die längst widerlegte These von den „Hetzjagden“ (Regierungssprecher Seibert) in Chemnitz 2018 zu reaktivieren.

Das Gift der Desinformation

Seit Wochen kann man beobachten, daß die „Welt“ wieder verstärkt Leserkommentare zensiert. Dazu gibt es „Nutzungsregeln“, deren Auslegung allerdings diskussionslos der Redaktion obliegt. Vor ein paar Tagen erschien in der Onlineausgabe der „Welt“ ein Bericht über einen Übergriff auf Rettungskräfte. Eine Gruppe von „Männern“ (ich kann das hier nicht ohne Anführungszeichen schreiben) hatte Feuerwehrmännern, die einen Brand in einem Saunaklub löschen wollten, die Schläuche entwendet und sie und sich gegenseitig damit bespritzt. Roß und Reiter wurden aber im Sinne der politischen Korrektheit nicht genannt - es wurde in fast schon gewohnter Weise um den heißen Brei herumgeredet, indem als Täter nur „Männer“ genannt wurden.

Dröhnendes Schweigen

Vor eineinhalb Jahren wurde in einer langen Reihe von Kirchenschändungen, die nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland stattfinden, auch eine Kirche in Bremen geschändet. Dabei wurden nicht nur kirchliche Symbole zerstört, sondern auch beträchtlicher materieller Schaden angerichtet, indem man zwei Orgeln verwüstet hat. Die Pfeifen waren mit Bauschaum gefüllt worden und damit unwiederbringlich verloren, da die Metallpfeifen aus relativ weichen Speziallegierungen bestehen, die durch eine solche Bauschaumattacke aber unrettbar gesprengt und blockiert werden. Der Schaden belief sich auf geschätzte 500.000 €. Es gehört schon eine ganze Menge Perfidie dazu, auf so eine Idee überhaupt zu kommen, das waren sicher keine randalierenden Jugendlichen auf Erlebnistour, hier liegt eher ein Haßdelikt vor, was den Kreis der möglichen Täter eingrenzt.

Die Schrift an der Wand

Wieder einer mehr in Deutschland, der von der Polizei geschützt werden muss wegen Morddrohungen. Einfach mal so auf die Straße gehen, das kann er nicht mehr. Es handelt sich um den Buchautor Ralph Ghadban, der ein Buch über arabische Clans in Deutschland geschrieben hat. Er ist 70 Jahre alt. In diesem Alter schreibt man die Wahrheit. Für Beschönigungen und Rücksichtnahme hat man keine Zeit mehr.

Der tägliche Einzelfall

Der 21-jährige irakische Asylbewerber Ali B. hat, nein, nicht mutmaßlich, sondern zugegebenermaßen ein 14-jähriges Mädchen ermordet und steht auch wegen Vergewaltigung einer Elfjährigen vor Gericht. ... Was ihm an Deutschland gefalle?, fragte ihn vor dem Prozess eine Gutachterin. Dass man hier ohne zu arbeiten Geld bekomme, dass man Sex haben könne, ohne Familienrache befürchten zu müssen, und dass man Alkohol trinken und mit Drogen handeln könne, antwortete er.

Kindheitsmuster

So hieß eins der erfolgreichsten Bücher der DDR, geschrieben von Christa Wolf. Es fiel mir wieder ein, als ich darüber nachdachte, in wieweit Menschen im Laufe ihres Lebens ihre politischen Einstellungen und Überzeugungen beibehalten oder auch verändern. Es sind die Prägungen in der Kindheit, die eine große Rolle dabei spielen.