Alte Tugenden, neu entdeckt

Aus dem Corona-Newsletter der Berliner Morgenpost: "Wir können gerade sowieso nicht richtig forschen, da ist Schicht im Schacht“, sagte Michael Bojdys, Professor an der Humboldt-Universität. Seine Kollegen besorgten sich Grundstoffe, um sie selber im Labor des Chemischen Instituts der HU weiterzuverarbeiten und die Krankenhausapotheke zu entlasten. Aus Kanistern, die 1000 Liter ... weiterlesen

Von China und Südkorea lernen

Was macht Deutschland falsch? Zunächst einmal wird hier viel zu wenig getestet. Das hat für die Regierung den Vorteil, dass die Zahlen immer noch relativ niedrig sind. Sie entsprechen aber längst nicht mehr der Realität. Im Wetteraukreis beispielsweise wird überhaupt nicht mehr getestet. Dabei haben Mediziner jetzt ... weiterlesen

AfD-Wähler unter der Lupe

n-tv hat über Forsa AfD-Wähler untersuchen lassen. Dabei fällt mir Folgendes auf: 1.).  Solche Umfragen sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Ich würde zum Beispiel auflegen, wenn Forsa bei mir anruft. Und viele andere AfD-Wähler sicher auch. Ich gehe aber davon aus, dass diese Umfrage seriös mathematisch normalisiert wurde. 2.). AfD-Wähler sind öfter ostdeutsch, männlich, … AfD-Wähler unter der Lupe weiterlesen

96,02 % geflunkert

Dass Statistiken zurechtgebogen werden, weiß jeder. Aber der eigene Standpunkt wird gern mit Statistiken untermauert. Das ist deshalb so verführerisch, weil der Gegenpart nicht ohne weites gegenhalten kann, ohne die genauen Kriterien, Randbedingungen und konkreten Fragestellungen zu kennen. Und die sind nur in den wenigsten Fällen transparent. Oh Schale Zurückweisungen bringen ihn geh doch in den Verdacht der Ignoranz. Also hat der, der mit Statistiken Argumentiert, einen strategischen Vorteil.

Kleine Intrigen

Im vorigen Beitrag bin ich auf die kleinen Intrigen der Medien, vorwiegend gegen die AfD, eingegangen. So etwas hat es zu allen Zeiten gegeben. Wie man Gegner unfair ein bißchen ausbremst, dazu kann ich auch einen persönlichen Beitrag beisteuern. Im Jahre 1989, zum Ende der DDR hin, war ich als Elektronikmusiker endlich in etwa dort angekommen, wo ich hinwollte. Ich hatte meine Profizulassung und Konzertsondereinstufung, verdiente genügend Geld und konnte beim DDR-Monopolisten Amiga mithilfe des Rundfunks sogar eine Solo-LP mit eigener Musik veröffentlichen, was innerhalb der Szene als Ritterschlag galt.

Was Böhmermann darf und Steimle nicht

Witz und Satire gab es in der DDR reichlich. Man konnte allerhand kritisieren, Versorgungsengpässe waren ein beliebtes Thema, auch das Räsonieren über die eine oder die andere Unzulänglichkeit führte zu Lachstürmen in der „Distel“, der staatlich geförderten und geduldeten Ventilinstitution. Auch einzelne Funktionäre durften kritisiert werden, die etwa die Versorgungslage der Bevölkerung  nicht im Griff hatten. Was gar nicht ging, war Subversion gegen das System, Witze, die Zusammenhänge geklärt hätten. Die aufgezeigten Mängel und Seitenhiebe durften nie die Grundlage der Politik, dass Denksystem, die Ideologie angreifen. Das ist heute nicht anders. Wieder geht es darum, nur Witze gegen politische Gegner zu machen aber nicht die Grundlagen der Politik, das politische System, die gegenwärtig laufende Intoleranzwelle, die immer mehr die Form einer Säuberung annimmt, infrage zu stellen. 

Brief über den Schützengraben hinweg

Meiner Meinung nach gibt es keinen Rechtsruck. Das ist eine Fata Morgana, eine Täuschung aufgrund eigener Standpunktverschiebung. Es gibt nur einen massiven Linksruck bei fast allen Parteien, deshalb erscheinen denen die auf dem geraden Weg als rechts. Alle linken Parteien sind definitiv nach links gerückt, gestern die SPD wieder ein Stück. Ansonsten hat noch die CDU ganz massiv rechte Positionen aufgegeben und ist unter AM nach links und grün gewandert.

Kommentar des Tages

Leser Jörg C. in der „Welt“: Was Greta nicht kapiert: Ohne eine funktionierende Wirtschaft (die Wohlstand generiert) fehlt das Geld für Umweltschutz. Und mit Verboten und Strafzahlungen (die Wohlstand entziehen) werden wir das Klima nicht retten. Wir werden das Klima mit technischen Innovationen retten. Aber wenn die Jugend freitags lieber demonstriert, anstatt ihre Nasen in … Kommentar des Tages weiterlesen

Kommentar der Woche

Leser „Ali“ auf „Tichys Einblick“ zu einem Artikel von Hubertus Knabe über den Einfluß der ehemaligen SED in der Berliner Politik: Und genau das ist der Punkt. Bereits auf Bundesebene haben die Deutschen eine Koalition mit einer Juniorpartner-Partei bekommen, die sie zuvor ganz bewusst „abgewählt“ haben. Die SPD hat daraus nichts gelernt, ein großer Teil der Bürger ist über die Beteiligung dieser abgewählten und zwischenzeitlich in weiten Teilen unbeliebten SPD in der GroKo - faktisch eigentlich eine KleinKo - wütend.

Einseitigkeit als medialer Dauerzustand

Dieser Satz ist für mich ein Beispiel dafür, wie man eigentlich jede Partei ins Abseits stellen kann, sofern man sich die Mühe macht, entsprechende Zitate mehr oder weniger prominenter Politiker oder Angehöriger dieser Partei zu suchen und zu skandalisieren. Dies wird ja auch von parteipolitisch linker Seite ständig mit der AfD praktiziert, was nicht illegitim ist, denn auch dies gehört zum politischen Geschäft, der Staatsanwalt übernimmt im Gericht ja auch die Rolle des Verteidigers nicht gleich mit.