„Volksverhetzung“ oder nur doof?


Echt jetzt? Noch ein Fall von angeblicher Volksverhetzung, nachdem Prof..Sucharit Bhakdi soeben freigesprochen wurde?

Das ist ein Pseudo-Aufreger. Dann dürfte ab jetzt auch auf keiner Theaterbühne mehr ein SS-Mann mit Hakenkreuzarmbinde gezeigt werden. Wäre ja alles NS-verharmlosend.

Was für ein Schwachsinn. Es gibt soetwas wie Kunstfreiheit, und die ist sehr wichtig.für eine Gesellschaft. Das war sie schon immer und man sieht es daran, dass sie den Herrschenden zu allen Zeiten ein Dorn im Auge war. Und sie gilt auch auf der Bühne. Man kann ja das Ganze doof finden. Man kann sich aber auch mit den Inhalten auseinandersetzen, derselben Meinung sein oder anderer. Was wollte denn nun Roger Waters mit seinem Geballere aussagen? Aus dem kurzen Ausschnitt kann ich das nicht entnehmen. Und damit war es das dann auch für mich.

Die Polizei auf den Plan zu rufen und „Volksverhetzung!“ zu schreien, das entspricht nur dem neuen Moralismus von LinX, der nichts anderes als moralinsaures Spießertum ist.

Ein Neonazi stand mit Sicherheit nicht auf der Bühne, und im Publikum war, statistisch gesehen, sicher nicht mal ein halber zu finden. Und die Zahl der Zuschauer mit Geburtsjahr 1945 oder früher dürfte nicht höher gewesen sein.

5 Kommentare zu „„Volksverhetzung“ oder nur doof?

  1. Völliger Schwachsinn.
    Diese Show bezieht sich und das schon seit vielen Jahren, auf „The Wall“ von Pink Floyd.
    Da werden totalitäre Systeme angeprangert, sicherlich auch Faschismus.
    Es ist völlig absurd und was sich hier äussert, ist DER Faschismus, wie es treffend heisst, wenn der Faschismus wieder kommt, nennt er sich nicht Faschismus, sondern Antifaschismus!
    The Wall kennen vermutlich diese Schreihälse nicht!

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  2. Im Übrigen wage ich zu bezweifeln, daß dieses Mal „rechts“ das Hauptthema ist. Waters ist eindeutig weder rechts noch konservativ. Besonders laut trommelt ja Springer. Ärger mit den Behörden gibt es gerade in Berlin, dort regiert jetzt die CDU, ergo sind es die transatlantischen Seilschaften. Die Posse im die „Nazi-Uniform“ ist dann eher der Aufhänger.

    Man sollte nicht übersehen, Waters hat sich noch vor kurzem vor der UNO prorussisch positioniert. Da muß man sich ja eh fragen, was qualifiziert eigentlich einen Sänger dazu Reden an die UNO zu addressieren, das ist infantil hoch zehn.
    Waters ist Teil einer Boykottbewegung gegen Israel. Muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, wer Rußland boykottiert ist böse, aber wer zum Boykott von israelischen Produkten aufruft gehört zu den Guten. War da nicht mal was?
    Aber so agieren hier ja auch die Freunde Rußlands und die Antiamerikaner, die Sicherheitsinteressen von Rußland muß man ja respektieren, Israel oder die USA haben keine Sicherheitsinteressen zu haben, die brauchen keine. Absurd.
    Dann vergleicht Waters noch Anne Frank mit Shireen Abu Akleh. Und wem man nun erklären muß, was daran falsch sein könnte, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Mehr ins Aus schießen kann man sich eigentlich nicht.

    Ich halte mich ja normalerweise mit dem Begriff Antisemit zurück, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie absurd diese Diffamierungskampagnen sind und ich selber wurde oft genug Nazi oder Faschist genannt. Aber wenn das Etikett paßt, dann auf Waters, was mich ja wieder bestätigt, links und judenfeindlich paßt wunderbar zusammen.
    Waters ist vielleicht kein „Nazi“. Denn die nannten sich ja NATIONALsozialistisch und Waters begrüßt ja wie nahezu alle anderen linken Künstler die Migration nach Europa. Aber der Multimillionär Waters ist sozialistisch (auch kein Widerspruch) judenfeindlich und antiwestlich und hatte in der Vergangenheit selber keine Probleme damit jeden zu diffamieren der andere Ansichten vertritt, siehe Donald Trump.

    Ich unterstütze zwar keine Auftrittsverbote für Waters, aber solidarisch werde ich mich auch nicht zeigen, da fällt gerade wieder einer in die Grube die er anderen mal zugedacht hat. Und ja, ich habe auch noch Pink Floyd Platten im Schrank, auch Neil Young oder Westernhagen, sogar ein paar Bap. Ich habe aber keine Probleme damit Helden von einst nun für Idioten zu halten.

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  3. Über die Methoden braucht man nicht reden. Es ist aber jetzt nicht so, daß ein Roger Waters umgekehrt die Meinungsfreiheit von Gegnern respektieren würde. Und nur weil die Linken an der Staatsspitze korrupt sind, hat der ebenfalls linke Waters nicht automatisch recht oder ist unschuldig. Waters äußert sich seit Jahren nicht Israelkritisch (mache ich auch) der äußert sich antiisraelisch und verbreitet Halbwahrheiten und teilweise ganz bewußte antisraelische Propagandalügen.
    Genauso könnte man nun den Putinpropagandisten Röper verteidigen, wäre in etwa die gleiche Logik. Ich sage nicht, daß Waters nicht auftreten soll, aber Applaus hat der nicht verdient und wird ihn von mir auch nicht bekommen. Das ist wieder einmal ein Streit unter Linken, da mische ich mich nicht ein, sondern schau gemütlich zu, auch ohne Popcorn. Aber ich will ja auch selber nicht mit Arabern und Muslimen zusammenleben und favorisiere als Gegenliteratur Thoreau und nicht Marx.

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  4. Das Problem: Die Aufmerksamkeit wird genau dahin gelenkt, woher „die Gefahr“ eben nicht droht. Immer und überall. Noch größeres Problem: Die Deutschen merken es wieder! nicht.

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  5. Jede kleine Meldung zum Thema, und ist sie auch noch so bescheuert, hilft, die „Wachsamkeit“ und die Angst vor „rechts“ wach zu halten. Der Zweck heiligt hier klar die Mittel.

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