Fundstück Nr. 62: Heimat

Die „Achse des Guten“ veröffentlicht einen lesenswerten Artikel zu den Gründen, weshalb Ralf Schuler die Bild-Zeitung verläßt. Ein Leser schreibt darunter im Forum:

Schlimmer als der Raub der Heimat durch fremde Invasoren ist deren Pervertierung durch heimische Ideologen.

Sie ist nicht nur schlimmer, sie nimmt auch noch jeden Tag zu. Der Durchmarsch der Achtundsechziger-Erben ist noch nicht beendet.

4 Kommentare zu „Fundstück Nr. 62: Heimat

  1. @ Hans-Hasso Stamer

    Ich stimme Ihnen vollends zu. Die Betrachtungsweise ist auch nicht von der Hand zu weisen, nur denke ich, daß es auch Wechselwirkungen gibt. Gesellschaftliche Veränderungen, die dann Mitläufer finden, man könnte sagen opportunistische Unterstützung, aber eben auch Steuerung, da diese Dynamik eben auch gewinnbringend sein kann ökonomisch oder sozial. Ich glaube (kann ich nicht beweisen), daß derzeit viele Faktoren und Einflüße aufeinander treffen. Einflüße aus der Vergangenheit, Dekadenzerscheinungen, selbst erzeugte wirtschaftliche Schwäche, Aufbegehren erstarkender alter Mächte.
    Was die Finanzierung von „Protestlern“ betrifft, das ist etwas was ich weiß und ich schreibe nicht Wissen, wenn ich nur glaube oder vermute. Das ist aber auch keine legitime Unterstützung, das ist kriminell.

    Bezüglich der DDR. EInerseits ja, andererseits begünstigt durch wirtschaftlichen KO. Das Phänomen Gorbatscho war ja nicht Ausdruck von Veränderung wollen, sondern von müssen, weil man nicht mehr mithalten konnte. Deswegen riß die Leine. Natürlich spielte der Lockruf des vermeintlichen El Dorados Westen eine große Rolle, Nur ist die Legender vom Wohlstand für alle im Westen eben genau das, eine Legende, weswegen ja spzialistische Ideen nicht totzukriegen sind. Die meisten Heilsversprechen erfüllen sich eben nicht. Ein Preis für Freiheit und Selbstverantwortung ist eben die Möglichkeit des Scheiterns und die ist wahrscheinlicher als die Chance des Gewinns.

    Absolute Freiheit gibt es nicht, umfassende Geborgenheit und Sicherheit aber auch nicht, erst recht nicht ohne Preisgabe von Freiheiten.Im Grunde muß eine Gesellschaft für sich austarieren, welche Einschränkungen es braucht, welche Freiheiten man nicht aufgeben will, auf welche Geborgenheit oder Sicherheitsnetze man aber auch nicht verzichten möchte.

    Überall wo eine Gemeinschaft Geborgenheit bietet, bedingt dies die Aufgabe persönlicher Freiheiten. Einfaches Beislpiel, die Amish. Unabhängig vom religiösen Element, eine gewisse Geborgenheit bietet die Gemeinschaft auf jeden Fall, man hilft einander in der Not. Umgekehrt wird aber auch von jedem erwartet sich den Regeln der Gemeinschaft zu unterwerfen.

    Was die Revolutionen angeht. Selbst Historiker streiten sich ob die amerikanische Revolution je eine war. Im Grunde wollten sich die Grundbesitzer unter den Siedlern nicht mehr der britischen Krone unterwerfen. Für jene die vor der Revolution nichts hatten, änderte sich hinterher auch nicht viel. DIe Besitzverhältnisse blieben gleich. Was jetzt nicht heißt, daß diese Ereignisse nicht zur menschlichen Entwicklung beigetragen haben. Die postiven Nachwirkungen und geistigen Errungenschaften sowohl von 1776 wie auch 1789 sind nicht von der Hand zu weisen. Um genau jene damals errungenen, erkämpften Rechte geht es ja derzeit.

    Lange Rede, kurzer Sinn, den Dekadenzspekt sehe ich schon auch. Keine Veränderung erfolgt nur von oben. Erklärt aber nicht alles was gerade geschieht, zum Beispiel die massive Verdrängung von Bargeld, bestimmte wirtschaftspolitische Entscheidungen oder die Art wie mittels IPCC oder WHO Politik gemacht wird. Außerdem glaube ich nicht, daß zum Beispiel ungehemmte Einwanderung oder Förderung von LGBTQ wirklich aus der breiten Masse heraus geboren wurde. Das wird gemacht. Ich kenne im realen Leben keinen der gendert und die Beglückung mit Neubürgern scheint die Mehrheit auch nicht so toll zu finden.

    Habe ich schonmal geschrieben, aber die Baerböcke und Trudeaus dieser Welt, die kommen nicht aus dem Nichts. Die werden gecastet, gezüchtet und minituös aufgebaut. Das ist keine Bewegung von unten oder eine gesellschaftliche Dynamik.

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  2. @ majestyk: Das ist ein interessanter Gedanke. Ich habe aber ein etwas anderes Denkmodell, von dem ich natürlich auch nicht weiß, ob es letztendlich richtig ist: sobald irgendwo eine Protestbewegung entsteht, aus welcher Motivation auch immer, meistens ja aus unbewältigen gesellschaftlichen Spannungen, gerät sie in das Spannungsfeld von Interessen. Die Bewegungen haben zunächst kein Geld und keine Unterstützung. Und dann suchen sie sich oder es wird an sie herangetragen, Unterstützung durch bestimmte Interessengruppen.

    Die Opposition in der DDR 1989 ist zweifellos aus einem unbewältigsten gesellschaftlichen Konflikt entstanden: nämlich dass die Jugend in Massen in den Westen ging. Und die internationale Konstellation mit Gorbatschow war, im Gegensatz zu 1953 Uhr, diesmal günstig. Das hat den letzten Couchpotato aufgerüttelt.

    Gab es Unterstützung aus dem Westen? Wenn man sucht, wird man sicher welche finden. War sie letztendlich ursächlich für den Erfolg? Ja, aber nicht durch die direkte Unterstützung, sondern dadurch, dass das Regime der DDR durch die westlichen Medien demaskiert wurde. Diese hatten Massenwirkung, während die Ostmedien diese längst verloren hatten.

    Also ist mein Denkmodell: Unterstützung wird man immer finden, überall, wo es gesellschaftliche Bewegungen gibt. Aber ursächlich ist sie nicht.

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  3. Nachtrag:

    Ölmilliardäre finanzieren Klimaaktivisten.
    Quelle:
    https://www.dailymail.co.uk/news/article-11099581/Three-oil-scions-PAYING-hundreds-eco-activists-25-000-year-professional-protesters.html

    Ich weiß (nicht ich glaube) daß der schwarze Block der gegen die Castortransporte randaliert oder die Randalierer voni Ende Gelände im Hambacher Forst für ihr „Engagement“ bezahlt werden.
    Warum wohl verhalten sich die Behörden derart irrational und gehen nicht gegen Besetzungen, Sachbeschädigungen und Gewaltdelikte vor…?

    Es gibt keine ungelenkten Proteste, gab es nie, wird es nie geben. Gab auch noch nie eine echte Revolution von unten, jedenfalls nicht in der Moderne. Revolution ist, wenn eine Kaste eine andere wegputscht, siehe 1776, 1789, 1917…

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  4. Alles Richtig, treffendes Zitat. Problem an der Sache, es geht nicht um Regierung vs Volk. Das ist nicht eine Klasse gegen eine andere, so daß die Frontlinie klar wäre. Der Riß geht durch alle Familien, was die Gegenwehr zudem erschwert. Wer will schon gegen die eigenen Kinder aufstehen, Kollegen Nachbarn, Freunde gar Partner? Diese 68er Ideen sind zudem ölter, eigentlich alles was von Hegel abstammt. In Frage stellen muß man ja nicht nur Umbaupläne wie Migration (fast nicht mehr umkehrbar) Energiewende etc. im Grunde muß unsere ganze Lebensweise auf den Prüfstand, müssen alle Geschichts- und Lebenslügen aufgedeckt werden. Gelogen wurde schon vor Corona. Und wer will eigentlich wirklich zu einer selbstbestimmten Lebensführung in voller Eigenverantwortung zurück und wer soll die Erziehung der Jugend übernehmen? Was soll die Leitidee sein, wie genau soll das Ziel einer Erneuerung aussehen? Dafür muß man weiter zurück als 2019 oder 2015. EIne Zeitung wie die Bild hat ja nicht erst vor kurzem ihr Rückgrat verloren, dieses Blatt hatte nie eines. Axel Springer war Transaltantiker. Eigentlich ist damit alles gesagt.

    EIn souveränes Deutschland kann gerne mit den USA Handel treiben und gute freundschaftliche Beziehungen führen. EIn souveränes Deutschland unterwürft sich aber nicht einem amerikanischen Führungsanspruch. Wo hat denn ein Großteil des Irrsinns seinen Ursprung? Die Deutschen treiben vieles auf die Spitze, aber geboren und gezüchtet wurden diese Ideen doch jenseits des Teichs. Die Europäer haben nicht mit den Antiterorgesetzen, dem Kampf gegen Islam, mit der Klimapanik und auch nicht mit der Gendersekte angefangen. Wir kontrollieren auch nicht die Weltbank, die WTO, die WHO, haben nicht die Führungsrolle in der NATO, haben auch keine Kriege im Nahen Osten begonnen. Wo sitzen denn die Gates, die Soros, die Rockefellers oder die Dillers? Der Kopf der Schlange sitzt nicht in der alten Welt und die wichtigesten Ableger sind wenn, dann in der Schweiz beheimatet. Wenn man an die Wurzel des Übels will, dann kann man dies nicht ausklammern. Eine Hydra hat mehrere Köpfe, erlegen kann man so ein Vieh nur, wenn man alle abschlägt, was bedeutet Emanzipation von den USA, ein vollkommen unabhängig agierendes Kerneuropa und klare Abgrenzung von China.

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