Wenn paranoide Schizophrenie nicht gleich paranoider Schizophrenie ist

Das ging ja schnell: Schuldunfähigkeit!

Man vergleiche diesen Fall mit dem Täter von Hanau. Dort deutete auch alles auf eine paranoide Schizophrenie hin. Sein eigenes Pamphlet, das sogenannte Manifest, das innerhalb einer halben Stunde vollständig aus dem Netz (selbst aus den bekannten Webarchiven) entfernt wurde, das aber dem AfD-Abgeordneten Dr. Gottfried Curio vorlag, beweist geradezu klassisch eine paranoide Schizophrenie: alle typischen Merkmale und Wahnideen sind eindeutig vorhanden.

Beide Male handelt es sich um einen Amoklauf bei paranoider Schizophrenie. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied:

Hanau: Unerträgliche und medizinisch vollkommen ignorante Instrumentalisierung eines psychisch kranken Täters, weil es der Politik in den Kram passt im Sinne ihres „Kampfes gegen Rechts“. Aber ein schizophrener Täter ist weder rechts, noch links, er ist nur krank und in diesem Falle sogar unzurechnungsfähig. Und deshalb kann der Anschlag, so schlimm er ist, kein „rassistisch getriebenes Verbrechen“ sein.

Während im ersten Fall (die Tat am Berliner Tauentzien) der Täter entlastet wird, war dies im Fall von Hanau überhaupt kein Grund. Hier wurde ein eklatantes Motiv im Sinne von Rassismus und rechtsextremer Gesinnung einheitlich von allen Medien konstatiert, obwohl jedem Fachmann klar sein dürfte, dass es sich um einen Fall von krankheitsbedingter Unzurechnungsfähigkeit handelte. Und damit verbieten sich sämtliche Zuordnungen eines Motivs, denn diese würden eigene Steuerungsfähigkeit und damit Verantwortlichkeit des Täters voraussetzen.

Berlin: Hier wird schon einen Tag nach der Tat eine Schizophrenie vermutet und der Täter damit entlastet. Liegt es an den Opfern, die diesmal zufälligerweise €eutsche waren? Es liegt an den Interessen der Politik, die in diesem Fall keinen Instrumentalisierungsbedarf hat.

Wieder einmal haben wir es mit unerträglichen Doppelstandards zu tun. Wenn dieser Täter unzurechnungsfähig ist und als solcher von Schuld entlastet wird, dann gilt das für den Täter von Hanau erst recht.

4 Kommentare zu „Wenn paranoide Schizophrenie nicht gleich paranoider Schizophrenie ist

  1. Der Mann wurde 2015 eingebürgert, soll aber angeblich schon 2013/14 als bekloppt aufgefallen sein. Es liegen wohl 21 Vergehen/Vorstrafen vor. Warum wird so ein sozialer Ausfall eingebürgert?

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  2. Blickt man bei der Dr. Curio Rede auf die fassunglosen bis angewiderten Gesichter einiger, gewisse Teile des Volkes schon länger vertretender, Großverdiener, so möchte man meinen, die kapieren Inhalt und Sinn überhaupt nicht. Wir dürfen sie aber auch nicht überstrapazieren.
    Denn dafür haben sie ja andere bedeutende Qualifikationen erlangt.

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  3. Nicht zu vergessen: Der Irre aus Hanau hat ja sogar auch noch die eigene Mutter umgebracht. In einem anderen Fall wäre diese Tatsache natürlich als einwandfreie Bestätigung seiner Schuldunfähigkeit eingestuft worden. Merke:Wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe.

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  4. 1. Die Zuordnung zu einem eventuell rechten Netzwerk liess sich nicht durchführen, aber da 2. ein Migrationshintergrund vorliegt, lässt sich eine psychische Störung zuordnen. So einfach ist das eben.

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