Die passende Antwort

Die CDU hat einen sogenannten „Ostbeauftragten“. Der sollte eigentlich die speziellen Interessen der Ostdeutschen vertreten. Stattdessen fällt er mit ostfeindlichen Beschuldigungen auf, die ihn wohl bei den Merkelhörigen der CDU beliebt machen sollen:

Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind.

Damit meint er die Wähler der AfD. Das entspricht einer völligen Umkehr der Wahrheit. Denn die AfD-Wähler sind die konsequentesten Vertreter des Ostens, die ihre Diktaturerfahrungen durch die CDU unter Merkel in einem Deja Vu wiederholt sehen und gerade deshalb die AfD wählen.

Das Problem für die CDU ist nicht der Osten mit seinen Diktaturprägungen, sondern dieser Beauftragte. Denn der dürfte mit seinen Äußerungen, die an staatsbürgerkundliche Schulmeisterei erinnern, im Osten übel auflaufen. Der Ton ist bekannt und solche Leute waren schon zu DDR-Zeiten verhaßt. Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass mich das ärgert – nutzt es doch der Partei, die ich wähle.

Wanderwitz bekommt aber auch viel Gegenwind. Die CDU-Wahlkämpfer in Sachsen-Anhalt dürften jedenfalls ob seiner „Hilfe“ die Augen verdrehen. Die Leser der Welt, weitgehend unzensiert, dürfen abenfalls noch dagegenhalten. Hier zwei besonders treffende Beiträge:

Die Legende vom Klassenfeind hat immer noch nicht ausgedient. Nur steht der heute nicht im Westen, sondern im Osten. Jedenfalls für Wirbellose wie Wanderwitz. Mir soll es recht sein: Solche Äußerungen stärken im Osten nur die AfD, die einzige Partei, auf die ich noch einen Rest Hoffnung setze. Denn wenn der Staat ohne Diskussion mit den Bürgern diese einer angeblich alternativlosen, in Wahrheit aner nur kulturvernichtenden Masseneinwanderung aussetzt, die langfristig auf eine Abschaffung vielleicht nicht Deutschlands, aber doch der Deutschen, hinausläuft, wird jede Form von demokratischem Widerstand zur Pflicht.

Die AfD ist die letzte demokratische Bastion dieses Widerstandes, und die CDU wird in ihren Machtpositionen (weshalb sich letztendlich ein Hilfssheriff wie Wanderwitz ja so aus dem Fenster lehnt) nur so lange von dieser Partei untergraben, wie sie diese menschenverachtende Politik nicht aufgibt.

Die Wähler der AfD sind also nicht undemokratisch, sondern sie wollen im Gegenteil die Demokratie retten, die auch von der CDU in Form einer immer stärkeren Verflechtung von NGOs, Medien, Wirtschaft und Staat, verbunden mit einer gegen die Interessen der Bevölkerung gerichteten Politik, untergraben wird. Dass die Wahlergebnisse dies noch nicht widerspiegeln, ist ein Ergebnis von Propaganda und gesellschaftlichem Ausgrenzungsdruck, weniger jedoch ein Ausdruck von originären Wählerinteressen.

Und gerade die Ex-Bürger der DDR, zu denen ich auch gehöre, haben einen Sinn und ein Verständnis dafür, mit welchen Methoden man eine solche letztlich gegen die Interessen der Bevölkerung gerichtete Politik durchsetzt. Die DDR hat dies nämlich 40 Jahre lang getan – mit den gleichen Methoden, die heute wieder Konjunktur haben. Bärbel Bohley, die verstorbene DDR-Bürgerrechtlerrin, hatte dies vorausgesehen: Der große jüdische Publizist und Schriftsteller Chaim Noll berichtet:

„Alle diese Untersuchungen“, sagte sie, „die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.“

Als wir verblüfft schwiegen, fuhr sie fort: „Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“

Auch für den Widerstand gegen diese Entwicklung steht die AfD. Die CDU befördert eine undemokratische Entwicklung, nicht die AfD.

Hier noch ein galliger Leserkommentar aus der „Jungen Freiheit“:

7 Kommentare zu „Die passende Antwort

  1. Ben, das sehe ich genauso. Ich habe schlimmste Befürchtungen, vor allem hinsichtlich der Briefwahlstimmen, bei denen nicht sicher ist, ob das, was in der Auszählung landet, auch tatsächlich das ist, was eingesandt wurde. Allerdings sind zumindest die AfD-Wähler diesbezüglich sensibilisiert, da dürfte der Briefwahlanteil gering ausfallen. Was ja nicht bedeutet, dass nicht trotzdem manipuliert wird. Propaganda allein reicht nicht, es muss immer auch Betrug hinzukommen, wenn es funktionieren soll – Lehre aus der DDR, die auch die Herrschenden gezogen haben.

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  2. Interessant ist ja auch das Framing im TV, hier spricht man über die Wahlen im Osten, ganz unverblümt, das dort rechtsradikale und rechtsextreme Parteien gewählt würden, gemeint natürlich die AfD!
    So schäbig, das ist reine Propaganda, ist ja auch auffällig, das in den Talktrashshows nicht mehr jemand von der AfD eingeladen wird.
    Unsere Demokratie steht derzeit auf ganz dünnen brüchigen Eis, vermutlich ist die nächste Bundestagswahl entscheidend, ich befürchte schlimmes, im schlimmsten Fall, falls zu viele wach werden, Wahlbetrug!
    Mein Vertrauen in Politik ist tief erschüttert!

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  3. @Pepe0812
    Der österreichische „Wochenblick“ ist meine Lieblingslektüre. Wöchentliche Erscheinungsweise, sehr viele Beiträge über Deutschöland drin und absolut bezahlbar.

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  4. Dem Man gebührt meine vollste Anerkennung, denn er ist wenigstens noch einer der Letzten in seiner Partei mit Phantasie.

    „Diktatursozialisiert“, auf diese Bezeichnung muss man erst mal kommen.

    Mehr solcher Wanderwitze in der CDU und weniger Merkels und weniger Altmaiers aus dem Völkerrecht. Was wäre das für ein lustiger Haufen!

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  5. Exakt, Pepe, der Dieter Stein ist ein ausgewiesener Meuthen-Fan. Ich selbst stehe auf dem Standpunkt: Wenn die AfD erst einmal anfängt, auf den Anschluß an bürgerliche Mehrheiten zu schielen, hat sie verloren. Die Medien würden das vereiteln. Sie darf einfach über keine fremden Stöckchen springen. Sie sollte streng sachbezogen patriotisch ausgerichtet bleiben. Das wird ein sehr langer Weg, und man wird ihr so viel Steine wie möglich in diesen legen.

    Alles, wirklich alles außer der AfD ist inzwischen links-grün. Das trifft sogar auf die CDU zu. Da bin ich vollkommen derselben Meinung. Eigentlich gibt es nur noch zwei Parteien: die AfD – und den Block der Altparteien. Wer sich zur AfD bekennt, muss mit jeder Form von Diffamierung, Abwertung, Ausgrenzung und Behinderung leben. Erstaunlich, dass es trotzdem noch so viele tun.

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  6. Exakt, sehr geehrter Herr Stamer und richtig g..l was „Ehrlich“ schreibt! Die AfD muss so stark wie irgend möglich werden, anders geht es mit der Demokratie in Deutschland zu Ende. Aber vielleicht eins noch zur „jungen Freiheit“. So sehr ich die redaktionellen Beiträge (meistens zumindest) schätze,scheint der Herausgeber Stein eine sehr jungfräuliche AfD zu wünschen, ebenso wie „Philosophia Perennis“. Dort ist die Berichterstattung über die AfD doch eher sehr kontaraproduktiv. Die entscheidende Formel für mich lautet: Wirklich alles außer der AfD ist linksgrün. Wenn die Wähler wirklich noch etwas von der „alten“ BRD wollen, etwa Rechtsstaatlichkeit, innere Sicherheit und Prosperität und keine ideologisch versiffte Schmierensch..ße, dann können sie nur AfD wählen, so einfach ist das.

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