Immer diese Sauerländer

Der „Flüchtling“ gab an, den Sprengsatz „aus Wut über seine soziale Situation“ gelegt zu haben. Das muss man sich mal vorstellen: er bekommt hier Vollversorgung, die Miete wird bezahlt, er braucht also nicht einmal Angst vor Mieterhöhungen zu haben. Sein Lebensunterhalt ist gesichert und er ist jung genug, um die Sprache zu lernen, einen Beruf zu erlernen, damit tatsächlich einen Job zu finden und sich zu integrieren. Eigentlich die allerbesten Voraussetzungen. Und trotzdem wird er zum Terroristen, weil ihm das nicht reicht?

Was sollen dann die Millionen Hartz IV-Empfänger in diesem Lande sagen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, aber wesentlich älter sind und damit wesentlich schlechtere oder gar keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben? Sollen die auch Bomben legen, um ihren Ansprüchen Nachdruck zu verleihen? Mit welcher Anspruchshaltung ist der hierhergekommen? So etwas passiert aber, wenn man Leute ohne jegliches effektive Auswahlverfahren unterschiedslos ins Land lässt.

Aber genau diese Erkenntnis möchte die Zeitung verhindern mit der Bezeichnung „Sauerländer“ und „Lüdenscheider“. Die Bevölkerung soll nicht beunruhigt werden und so wird „ganz normale Kriminalität“ vorgetäuscht und damit die politische Dimension des Vorgangs entschärft. Ein Sauerländer mit Geburtsort „Damaskus“ – das grenzt schon an bewusste Irreführung. Falls der Täter überhaupt aus Syrien kommt, ein Dolmetscher äußerte mal vertraulich, es gäbe inzwischen mehr „Syrer“ in Deutschland als in Syrien selbst: weil man als „Syrer“ die besten Aussichten auf Asylgewährung hat.

Ein frustrierter Sauerländer also. Aber man hat ja den Sprengsatz rechtzeitig entdeckt. Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen.

2 Kommentare zu „Immer diese Sauerländer

  1. Exakt: Egal, wer auch immer was Böses anstellt in diesem Land: Schuld sind immer „die Rechten“. Mich wundert tatsächlich auch, dass sie beim „Liebig 34“-S-Bahn-Anschlag noch nicht die AfD mit ins Spiel gebracht haben. Sozusagen als geistige Wegbereiter. Vielleicht gibt es ja tatsächlich noch gewisse Gedankenverbindungen, die so unglaubwürdig sind, dass sie davor noch zurückschrecken. Aber bis zur nächsten Bundestagswahl wird den Medien bestimmt noch etwas einfallen. Andererseits hat in der letzten Zeit der Fokus auf die AfD leicht nachgelassen, da die sich im Moment selber schadet (selbstverständlich mit Unterstützung der Medien), das kann sich aber jederzeit wieder ändern.

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