Widerstand gegen die Lüge (Update)

Das Medienecho über den Charakter und den Ablauf sowie die Anzahl der Teilnehmer der „Hygiene-Demo“ der „Querdenker“ am 1. August in Berlin geht weitgehend an der Wahrheit vorbei. Nun ist dem Dienstgruppenleiter für Mittelfranken Bayerlein der Kragen geplatzt und er hat bei einer Demo  in Augsburg einiges richtig gestellt.

Selbstverständlich gibt es Berichte darüber nicht in den klassischen Medien. Ich zitiere deshalb den  Blog von Boris Reitschuster:

Die Demo sei überwältigend und einmalig gewesen, so der Polizist. „Was die Leitmedien und die Parteien dann daraus gemacht haben“, habe ihn darin bestärkt, sich auf der Kundgebung in Augsburg offen zu äußern. Offensichtlich hätten sich die Journalisten im Ort der Demonstration in Berlin geirrt und wohl eher die Randale von Linksextremen in Neukölln gemeint: „Das kann man schon mal verwechseln das Ganze.“

„Fakt ist: Mehrere Hunderttausende aus ganz Deutschland und auch aus anderen Ländern, die waren da. Und vor Ort war die bürgerliche Mitte“, so der Polizist, der sagte, er sei bisher Wähler der „Grünen“ gewesen, aber jetzt nicht mehr. Er habe Flaggen von Mexiko, Spanien, USA, Türkei, und Israel gesehen. Auch die Regenbogenfahne war dabei. Wenn die Medien von einer Veranstaltungen von Neonazis, Geisteskranken und Corona-Leugnern schrieben und von 20.000 Teilnehmern, sei das absurd. Die hunderttausenden Zeitzeugen „werden nun die Wahrheit verbreiten“, sagte Bayerlein. Er fragte: „Liebe Journalisten der sogenannten Qualitätsmedien: Schämt ihr euch eigentlich nicht, soetwas abzudrucken und zu senden?“

Der Widerstand formiert sich. Aber etwas hat sich verändert gegenüber den Zeiten von Pegida und AfD:

Die Führung von Hierarchien wünscht sich immer unbedingte Handlungsfreiheit. Lügen und totale Instrumentalisierung gehören ganz selbstverständlich zum Geschäft dazu. Wenn Untergebene sich dann der Wahrheit verpflichtet fühlen, werden sie als die Autorität der Führung bedrohende Störfaktoren wahrgenommen und entsprechend behandelt. Das war zu allen Zeiten und in allen Systemen so. 

Der Dienstgruppenleiter  hat in Augsburg nichts weniger als seine Zukunft aufs Spiel gesetzt mit seiner Wahrheitsliebe. Aber gottseidank gibt es solche Menschen noch. Persönlich ziehe ich den Hut vor ihm und spreche ihm meine größte Anerkennung aus. Da ist sie, die Haltung, die die ganzen elenden Haltungsfritzen immer so dreist für sich in Anspruch nehmen!

Der Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen ist, im Gegensatz zur AfD, völlig unpolitisch. Deshalb stellt er eine größere Bedrohung für die Machthaber dar als die AfD, denn er lässt sich nicht so leicht in eine politisch rechte Ecke stellen. Genau auf diesen wunden Punkt hat der Mann hingewiesen, er wird entsprechend bekämpft werden.

Und die Rede wird auf jeden Fall totgeschwiegen werden. Google förderte mit „Bayerlein Augsburg“ einen Kieferorthopäden zu Tage, also gab es nicht einmal Berichte in der Lokalpresse. Tatsächlich zeigte auch die erweiterte Suche „Bayerlein Augsburg Rede“, dass nur alternative Blogs und Medien berichtet hatten. In der „Welt“ ergab die Suche danach ebenfalls keinen Treffer. Dafür folgende Schlagzeile:

Wollt ihr die totale Meinungsfreiheit?“ Kabarettist provoziert „Querdenker“

Voila, da ist sie, die politisch rechte Ecke. Ein unbekannter Kabarettist, aber mit großer medialer Verstärkung, da politisch erwünscht. Sie haben es geschafft, Patriotismus als „völkisch“ und „rechts“ zu denunzieren und die letzten Verteidiger der Demokratie als undemokratische Parias auszugrenzen, die, obwohl im Bundestag, in den Leitmedien nur noch bei internen Streitereien überhaupt erwähnt werden und in den großen politischen Talkshows nicht mehr vorkommen.

Sie versuchen es wieder, aber diesmal wird es nicht klappen.

Update: Die Mainstreammedien steigen nun doch auf das Thema ein, nachdem es durch die alternativen Medien an Relevanz gewonnen hat. Sie benutzen es als abschreckendes Beispiel: Der Polizist wurde versetzt, in einem anderen Fall sogar suspendiert. Die Mächtigen werden nie aufgeben, warum sollten sie?

Ein Kommentar zu „Widerstand gegen die Lüge (Update)

  1. Dem Dienstgruppenleiter wünsche ich, dass er seinen höchstmöglichen Dienstgrad bislang schon erreicht hat. Ansonsten geschieht dies höchstwahrscheinlich genau jetzt für ihn persönlich aufgrund seiner Äußerung.

    Mein Dienstvorgesetzter in Berlin war in früheren Jahren CDU Abgeordneter im Berliner Senat. Als es um eine Diätenerhöhung ging, war er als einziger, und zwar unter Hinweis auf die mickrige Rente seiner Mutter, nicht bereit, dafür zu stimmen.

    Seine Karriere war damit beendet, da er auch den sicher gut gemeinten Rat seines Fraktionschefs Heinrich Lummer nicht beherzigte, während der Abstimmung die Toilette aufzusuchen. Was dieser allerdings mit eher volkstümlichen Worten empfahl.

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