Die Sprachpfuscher (Aktualisierung)

Einst waren wir das Land der Dichter und Denker. Das ist lange her, inzwischen sind wir das Land der Sprachpfuscher und Journaktivisten.

Die Zersetzung der Sprache durch Propaganda

Auf Kosten der Sprache die Gesellschaft zu verändern, dies ist eine ausgesprochen linke Idee. Dazu werden Begriffe eingeführt oder umgebogen („Rassismus“), denn die Sicht auf die Wirklichkeit hat tatsächlich etwas mit den Begriffen zu tun. Klemperers „LTI“ und George Orwells „1984“ zeigen eindringlich, wohin das führen kann: zu regelrechter Umkehr von Bedeutungen und weitverbreiteter Unfähigkeit, die Wahrheit zu erkennen, wenn mit den Begriffen die Denkkategorien für ihre Erkenntnis fehlen: was nicht gesagt werden darf, kann dann auch irgendwann nicht mehr gedacht und gesagt werden. Reale Vorgänge und Prozesse verschwinden somit in der Unsagbarkeit. Auch das Gegenteil passiert: die Ausweitung und Verfälschung des Begriffs „Rassismus“ hat zu einer Armada von Aktivisten geführt, die diesen überall in der Gesellschaft entdecken, auch wenn wir hier keine „Rassenprobleme“ haben. In der Folge zerstören Euphemismen, Kampfbegriffe und Lügen, also Propaganda, letztendlich die Sprache.

So wird auch der Begriff „Umvolkung“, der die Wirklichkeit der demographischen Veränderung besser beschreibt als „Rassismus“, konsequent bekämpft, da die Linke kein Interesse daran hat, ihre wahren Absichten der vollständigen Transformation der Gesellschaft und die demographische Auflösung der deutschen Nation in einer konfliktträchtigen und disneyartigen fraktionierten Mischgesellschaft thematisieren zu lassen. Sie verbirgt sich hinter dem Begriff „Gerechtigkeit“, der in Wirklichkeit Benachteiligung der nicht davon Erfaßten bedeutet. Das mündet dann in teilweise lächerlich anmutende Thesen, beispielsweise der, dass es einen „Rassismus gegen Weiße“ gar nicht geben könne.

Die Idee der Bedeutung der Sprache für die Wahrnehmung der Wirklichkeit im gesellschaftlichen Raum ist also gar nicht abwegig, deshalb ist sie ja ein bevorzugtes Ziel von Ideologen. Man sollte jedoch die historisch gewachsene Struktur der Sprache nicht mutwillig einem wie auch immer gearteten Zeitgeist oder gar politischen Zielen opfern. Das Fatale besteht darin, dass die Linke mit Kampfbegriffen Debatten abwürgt und letztendlich die Wahrnehmung der Wirklichkeit bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.

Erkenntnis ist die eine Seite, gesellschaftliche Veränderung durch Sprachregelungen ist aber Ideologie. Versuche gab es zu allen Zeiten. Die „Jahresendfiguren“ statt Engeln oder die „Rechsschrifttumkammer“ der Nazis oder der „antifaschistische Schutzwall“ zeugen davon.

Politische Korrektheit: das Zeitalter der Sorachregelungen

Allerdings funktionierte das nie so recht. So wurde in den achtziger Jahren der Begriff „Lehrling“, der einen leicht abwertenden Charakter hatte, durch „Auszubildender“ ersetzt. Aber nach kurzer Zeit hatte der neue Begriff denselben Klang wie „Lehrling“ und wurde auch meist in der Kurzform „Azubi“ mit genau demselben Odeur verwendet.

Aber die Sprachpfuscher ließen sich nicht entmutigen und setzten auf Masse und Gewöhnung. Inzwischen hat die „gendergerechte“ Sprache Einzug gehalten, in den Medien, jedenfalls den linken (das sind fast alle) sowieso, und jetzt auch in den Behörden. Und natürlich vor allem dort, wo es grüne oder linke Entscheidungsträger gibt. In Stuttgart beispielsweise gibt es einen grünen Bürgermeister.

Vornehmlich geht es um ein hehres Ziel: die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Diese soll mit sprachlichen Mitteln befördert werden, auch wenn dadurch die Sprache regelrecht entstellt wird. Auch formiert sich inzwischen vielfacher Widerstand, zum Beispiel die Petition der Jungen Freiheit, die das Ende der Gender-Sprache fordert.

Unterdessen werden Tatsachen geschaffen. Gegenderte Sprache als Element der politischen Korrektheit wird immer weiter durchgesetzt. Erst Lübeck …

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… dann Sachsen …

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und schließlich Stuttgart.

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Ich bin sicher, es wird nicht die letzte Attacke auf die deutsche Sprache sein. Die Kulturmarxisten, die auf breiter Front den gesamten vorpolitischen und politischen Raum erobert haben, werden nicht auf halbem Wege haltmachen.

Auf dem Weg in die Deutsche Demokratische Bundesrepublik

Die Errichtung der Deutschen Demokratischen Bundesrepublik 2.0 ist noch nicht abgeschlossen. Die Transformation der Gesellschaft im Sinne linker Narrative und Ideologieelemente soll durch Begriffssetzungen und Sprachregelungen nicht nur in den Medien, sondern auch in den Behörden und Verwaltungen unumkehrbar gemacht werden – mit ungewissem Ausgang. Die  politische Korrektheit und die damit einhergehende Gendersprache ist nichts weniger als totalitär.

„Kein Deutschland mehr“

Update: Reporter von „Funk“ haben Linksradikale und -extremisten interviewt. Sie zeigten sich verwundert darüber, dass in diesen Kreisen Gewalt nicht nur akzeptiert, sondern sogar als notwendig angesehen wurde. Einen „Aktivisten“ fragten sie sinngemäß: „Was würde sich in einem Deutschland verändern, in dem ihr die Macht hättet?“ Er antwortete ganz offen: „Erst mal gibt es dann kein Deutschland mehr.“

„Funk“ ist ein Webangebot der ARD für Jugendliche. Manchmal erwischen auch Öffentlich-rechtliche einen Zipfel der Wahrheit.

Ein Kommentar zu „Die Sprachpfuscher (Aktualisierung)

  1. Wie grauennvoll. Offenbar kennt der Irrsinn keine Grenzen mehr. Anstelle von sehr geehrte Damen und Herren, den Zusatz, liebe übrige 60 Genderexemplare will MAN offenbar noch vermeiden.

    Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.
    Erich Kästner

    Oder anders ausgedrückt: Will man das Leben euch vermiesen, und zieht euch wieder mal durch den Kakao, dann seid doch wenigstens so schlau und trinkt nicht auch noch diesen.

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