Wahrheit auf Befehl

Sommer oder Winter? Kragenknopf auf oder zu? Das durfte nicht jeder NVA-Soldat selbst entscheiden, wie er gerade fror oder schwitzte. „Das kann befohlen werden“, erklärte vor 50 Jahren der Genosse Unterfeldwebel.

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So kann man auch die 180°-Wende sehen, die in den letzten Wochen in den Medien zu beobachten war. Aber die hat nichts mit Björn Höcke zu tun, es geht auch nicht um die NVA, sondern um Wahrheit auf Befehl.

Es geht um die Einseitigkeit der Medien, besonders der öffentlich-rechtlichen, in bezug auf das Coronavirus. Deren Linie kann man folgendermaßen beschreiben:

Januar bis 18 März:  „Das Virus ist ansteckend, aber nicht sonderlich gefährlich, da passiert was weit weg, aber Deutschland ist gut aufgestellt. Die Warner sind rechte Verschwörungstheoretiker, Hysteriker und Panikmacher.“

18. März: Die Kanzlerin gibt den 180° Wende-Befehl: „Nehmen Sie es ernst!“

Seit  18. März: „Das Virus ist höchst gefährlich, härteste Maßnahmen sind erforderlich.“ Kritiker, die auf die unsichere Faktenlage hinweisen, sind Verschwörungstheoretiker. Der Feind steht weiterhin rechts, früher Panikmacher, heute Verharmloser.

Die eigenen Schreihälse haben also grundsätzlich immer recht. Und wenn es eine 180°-Wende gibt, weil die Kanzlerin eine neue Parole ausgegeben hat, dann liegt das an der „Änderung der Faktenlage“. Weiterhin gilt nur die eigene Linie, auch wenn sie plötzlich das Gegenteil von früher für richtig erklärt.

Merke: Die Gegner und Lügner sind IMMER die Rechten.

Egal, was die sagen, eine sachliche Auseinandersetzung findet nicht statt. Stattdessen werden nur simple Denkmuster kommuniziert. Wenn „die Rechten“ das heute urplötzlich für richtig Erklärte schon vorher gefordert haben, dann haben sie angeblich schon deswegen nicht recht, weil „damals die Faktenlage noch eine andere“ war.

Und wenn es das für dumm erklärte  Publikum nicht glaubt, dann schickt man selbsternannte Faktenchecker und Erklärbären vor.

Die ÖR-Medien verbreiten grundsätzlich Regierungspolitik, sie sind von kritischen Kontrolleuren zu Propagandisten geworden. Vor dem 18. März wurde Wodarg noch in „frontal 21“ als willkommener, kompetenter Kritiker der „rechten Panikmacher“ interviewt, nach dem 18. März ist er plötzlich ein rechter Verharmloser. Und im öffentlich-rechtlichen Jugendmagazin „Funk“ ist ein verharmlosender Beitrag des BR über Corona vom Februar inzwischen nicht mehr auffindbar, denn inzwischen wurde ja „ernst nehmen“ befohlen. Allerdings kursieren in Twitter Screenshots:

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Wer soll diese Kasper eigentlich noch für voll nehmen? Ein Blick in die Zusammensetzung der Rundfunkräte reicht, um die politischen Interessen zu erkennen.

Und zu allem Überdruss wurde im Windschatten der Corona-Krise gerade eine Erhöhung der Zwangsbeitragssätze beschlossen. Aber gerade die mediale Behandlung dieser Krise zeigt: Das öffentlich-rechtliche System gehört abgeschafft. Regierungsfunk geht auch viele Milliarden billiger.

Ein Kommentar zu „Wahrheit auf Befehl

  1. Eigentlich müsste das Wort „Verschwörungstheorie“ zum dauerhaften Unwort zumindest des Jahrzehnts ernannt werden.
    Es schenkt Regierung und vierter Gewalt unverdientermaßen immer alle Möglichkeiten, aufkeimende Zweifel, und seien sie auch noch so berechtigt, abzuwimmeln.

    Der Vorwurf der Manipulation des Goldpreises, obwohl für Menschen mit Durchblick klar erkennbar, wurde auch über Jahrzehnte mit dieser Allzweckwaffe abgetan. Bis dann eines schönen Tages die Deutsche Bank genau wegen dieser Handlungen eine bescheidene Strafe von einigen Millionen Euro erhielt. Der vorherige Gewinn durch die kriminelle Handlung war um ein Vielfaches höher.

    Wenn an einem Wochenede, wo kaum noch Umsatz im Goldhandel stattfand, der Preis um mehrere Prozent absackte, war das keinesfalls normal. Grund: Eine unlimitierte Order über mehrere Milliarden Euro Papiergold. Eine schöne Sache, für Staaten oder Großbanken, die auf diese Weise den Kurs manipulieren möchten und dazu nur einen Bruchteil der Unzen physisch in ihrem Besitz haben müssen.

    Da darf man als noch immer normal denkender Mensch sicher mal fragen, wo sind denn die Multimilliardäre, die auf diese Weise ihr Vermögen um mehrere hundert Millionen USD verringern möchten? Finden wird man allerdings keine, denn voll Verblödete sind in diesem Metier kaum anzutreffen.

    Auf jede an der Comex und anderswo gehandelte Unze physischen Goldes kommen nämlich etliche Dutzend Papiergold, welches, wie der Name uns schon sagt, in Wahrheit überhaupt nicht existiert. Nun hat längst nicht jeder, der sein Geld dort anlegt, auch die Absicht, über das Gold wirklich zu verfügen. Theoretisch hätte aber jeder das Recht, die Zustellung zu veranlassen. Würde nur jeder zehnte der dortigen Anleger diesen Wunsch äußern, bricht das System mangels Masse zusammen.

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