Auf den Leim gegangen

Heute warf mir jemand vor, ich sei der AfD auf den Leim gegangen. Das bin ich aber ganz bestimmt nicht. Ich stehe nur im scharfen Gegensatz zur Linie praktisch aller großen Medien: der mediale Tsunami gegen diese Partei hat alle Merkmale der Propagandakampagnen, die ich 40 Jahre lang in der DDR unmittelbar selber erlebt habe. Auch weil ich die solide Berichterstattung aus den neunziger Jahren durch den Spiegel (heute nicht mehr) oder durch die öffentlich-rechtlichen Medien damals noch kenne, bin ich von der heutigen Berichterstattung so enttäuscht und angewidert.

Der beste Beweis für die Stichhaltigkeit der Argumente dieser Partei ist doch die Tatsache, dass man sich mit den konkreten Thesen der AfD nirgends auseinandersetzt. Denn man weiß genau: würde man es tun, wäre die Wirkung der Propaganda eingeschränkt, denn viele Leute würden „den populistischen Thesen auf den Leim gehen“, was aber nichts als eine Unterstellung ist und in Wirklichkeit nur bedeutet, sie würden die Realität erkennen und sehen, wo die AfD recht hat. Deshalb unterbleibt es.

Der propagandistische Druck ist allumfassend, aber er besteht praktisch nur aus Unterstellungen, Falschbehauptungen, absichtlichen Fehlinterpretationen und Lügen. Man versucht praktisch eine Art populärer Denkblockade zu etablieren: die AfD sei rassistisch, da braucht man dann gar nicht mehr genauer hinzugucken, das weiß doch jeder. So läuft die Auseinandersetzung nur auf der Ebene von Schlagworten.

Auch im Falle der Einschätzung des „Flügels“ als rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz wurde peinlich darauf geachtet, keine konkreten Details zu nennen. Vielmehr vertraut man darauf, dass eine Mehrheit glaubt: der Verfassungsschutz wird es schon wissen.
Na klar, weiß der es. Er weiß vor allem, was er zu liefern hat an die Politik unter dem neuen Chef Haldenwang, der den unbestechlichen Maaßen abgelöst hat. Haldenwang kam auf massiven SPD-Druck auf diesen Posten, damit ist der Verfassungsschutz keine unabhängige Behörde mehr.

Ein weiterer Vorwurf: da ich so weit rechts stehe, komme mir alles andere linksradikal vor. Auch das weise ich zurück: die Politik ist in den letzten Jahren mehr und mehr nach links abgebogen. Ein großer Teil der Bevölkerung ist aber in der Spur geblieben und sieht sich jetzt zu seiner Verwunderung von links mit Propaganda eingedeckt. Es ist also der Linkskurs der Altparteien und Medien, der Unterstützer der AfD wie mich auf einmal auf der rechten Seite verortet. Soweit steht die AfD gar nicht rechts: sie vertritt etwa das konservative Programm der CDU der Nuller Jahre und ist damit der gesellschaftlichen Mitte zuzuordnen. Die CDU hingegen wurde von Merkel weit nach links geführt und in Richtung Grüne geöffnet.

Die Frage der Migration hat mit links und rechts primär nichts zu tun: es sind die Antideutschen, die die Nationalstaaten durch Migration zersetzen  wollen, und dagegen stellt sich die AfD. Die haben allerdings in der Linken, der SPD und bei den Grünen großen Einfluss.

Ergänzung: Selbstverständlich ist es auch ein Generationskonflikt, wie es im letzten Kommentar des Tages angedeutet wurde:

Vieles wurde in Deutschland schlechter, als sich die Kriegsgeneration aus dem öffentlichen Leben verabschiedete (Rente, Tod) und die umerzogenen und unfähigen 68er nachrückten.

Diese Generation hat ihre eigenen Standards entwickelt. Sie kann zwar einiges besser als die alte, aber auch vieles schlechter oder gar nicht. Vor allem steht zu befürchten, dass sie den 29. Versuch des untauglichen Gesellschaftsexperiments „Sozialismus“, diesmal unter der ideologischen Fahne der Ökologie, tatsächlich startet.

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