Leserkommentar des Tages

Simone A. zu einem Interview, das der „Welt“-Herausgeber Stefan Aust mit dem renommierten Historiker T. G. Ash geführt hat:

Für einen Briten schätzt Herr Ash die politischen Strömungen insbesondere auch in Osteuropa sehr gut ein, ein beeindruckender Mann. Seine Einschätzung zur illegalen Migration in ganz Europa:

„Darin zeigt sich auch, dass diese ganze Diskussion um die Einwanderung, die Migrationsfrage, eine ideologisch-kulturelle Debatte ist. Ohne dass Polen das reale Problem im Land hätte. Aber nochmals: Ich glaube nicht, dass dies ein spezifisch osteuropäisches Problem ist. Es hat mit dem Populismus zu tun, der in der gegenwärtigen Ausprägung ein gesamteuropäisches, ja ein gesamtwestliches Problem geworden ist.“

teile ich insoweit, dass es tatsächlich in allen europäischen Ländern -im Osten wie im Westen- einen großen Anteil in der Bevölkerung gibt, die die illegale Migration als bedrohlich und befremdlich empfinden.

Da es zugleich in Europa extrem starke linksorientierte Strömungen gibt mit dem Ideal „Kein Mensch ist Illegal“, versuchen sich die nicht an offenen Grenzen interessierten Bürger auf die Gegenseite zu stellen. Und wenn konservativ-mitte-orientierte Parteien keine Antworten auf diese Ängste und bestehenden Probleme haben und illegale Migration mit „nun sind sie eben mal da“ kommentieren, dann gibt es Zuspruch für populistische Parteien, nicht nur hier in Deutschland für die AfD, sondern eben auch, wie Herr Ash schildert, für Narzissten wie Orban oder für die PIS in Polen.

Die Bevölkerung in osteuropäischen Ländern verfolgt genau, welche Probleme wir im Westen Europas mit den Illegalen haben. Ein großer Teil kommt OHNE Papiere, Rückführungen wegen Aufnahmeverweigerung der Heimatländer fast unmöglich, Illegale ohne Bleiberecht verschwinden in der Illegalität und landen in der organisierten Kriminalität, Arabische Clans unterwandern den Staat, rechtsfreier Raum für Dealer im „Görli-Park“, tschetschenische Mafia ….

Ostdeutsche Protestwähler sehen sich „als Bürger 2.Klasse“, weil Recht und Gesetz gegenüber Asylmigranten oft nicht mit gleicher Härte umgesetzt wird, wie bei jedem deutschen Bürger.

Mein Kommentar: Was in Europa an Populismus zu sehen ist, ist zum allergrößten Teil die Reaktion auf eine aufgenötigte Massenmigration, die außerhalb der linken Blase kaum noch jemand will.

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