Zum Stand der Willkommenskultur

Die „Welt“ schreibt unter Bezugnahme auf eine neue Bertelsmann-Studie:

Aufnahmebereitschaft und Willkommenskultur hätten nach dem starken Zuzug von Flüchtlingen zwar zunächst gelitten. Aktuell stehe die Bevölkerung der Migration aber wieder mehrheitlich positiv gegenüber. „Deutschland hat den Stresstest der Fluchtzuwanderung ab 2015 gut gemeistert und stabilisiert sich als pragmatisches Einwanderungsland“, meinte Stiftungs-Vorstand Jörg Dräger.

Wie das im Osten gesehen wird, darauf wird auch die Wahl am Sonntag zumindest teilweise eine Antwort geben. Wie so oft ist jedoch auch hier die Diskussion interessanter als der Artikel selbst:

Noxi:

Ich glaube, die Menschen sehen die Fragen viel differenzierter, als in der Studie erfragt wird. Die Studie stellt schlicht die falschen Fragen meiner Meinung nach.

Ich glaube, die meisten Menschen haben absolut kein Problem mit Zuwanderung von Menschen, deren Fähigkeiten hier gebraucht werden und die sich integrieren wollen. Sie lehnen Zuwanderung von Menschen ab, auf die das nicht zutrifft. Sie haben wenig Probleme mit wirklichen Asylbewerbern, die tatsächlich verfolgt werden und hier nicht straffällig werden. Sie lehnen aber ab, dass das Asylgesetz zum unbegrenzten Einwanderungstor wird.

All das wird aber in der Studie nicht abgefragt, sondern relativ platt, ob man für oder gegen mehr Zuwanderung ist. Wie soll man da antworten, wenn man die o.g. Meinung hat?

Da stimme ich zu. Aber die Bertelsmänner sind ja nicht dumm, sie kennen allerdings die Interessen ihrer Geldgeber.

Ein Kommentar zu „Zum Stand der Willkommenskultur

  1. Vielleicht ist diese Studie ja schon eine kleine Vorbereitung auf die Drohung Erdogans, die Schleusen wieder zu öffnen, wenn nicht bis Oktober volle Visafreiheit für alle Türken in die EU möglich ist. Ein Vergleich beider Möglichkeiten verbietet sich allein, weil es sich jeweils um Menschen handelt. Aber komisch, habe ich da was verpasst? Man hört und liest nichts mehr davon.

    In einer alten „Mittelbayerischen“ vom Mai dieses Jahres stieß ich heute auf einen Lesebrief eines Lesers mit Doktor Titel.. Er schrieb, seriösen Schätzungen zufolge wierden in Bayern in 30 Jahren mehr Muslime als Christen leben. Ob er damit praktizierende Christen meinte, weiß ich nicht. Denke aber eher, er zählt dabei alle einst christlich Getauften.

    In den großen Städten wird sich die Prognose ja schon sehr viel früher erfüllen. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein.

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