Das Geschäft der CDU

In einer bemerkenswert klarsichtigen Analyse schreibt der Chefredakteur der „Jungen Freiheit“, Dieter Stein:

Doch warum wirft sich die CDU nun in die Arme der Grünen, die immer wieder offen mit Linksextremisten kooperieren? Warum lotet die Union nicht längst Möglichkeiten schwarz-blauer Koalitionen aus? In Sachsen werden CDU und AfD voraussichtlich knapp 60 Prozent der Stimmen erhalten.

Der Grund ist: Die CDU handelt – wenn man mal programmatische Grundsätze und Ideale beiseite läßt – vernünftig. Eine Koalition mit den Grünen ist eine geräuschlose Sache. Die Kommentatoren bei ARD, ZDF, die Vertreter „gesellschaftlich relevanter Gruppen“ von Gewerkschaften bis Arbeitgeberverbänden werden aus dem Häuschen sein. Man wird die CDU für ihren „Mut“ und ihre „Modernität“ feiern.

Schmiedete die CDU jedoch Bündnisse gegen Rot-Grün, unter Einschluß der AfD, dann bedeutet das: Kulturkampf. Man muß dann bereit, willens und in der Lage sein, zu begründen, warum der gesellschaftliche Umbau, den die Grünen betreiben, falsch ist. Warum ein Staat zu sein bedeutet, die Grenzen zu sichern und illegale Migration zu unterbinden, warum Gender Mainstreaming auf die systematische Zerstörung der Familie abzielt, warum die Energiewende Wahnsinn ist.

Dies ist eine überzeugende Stellungnahme. Aber ein Aspekt kommt, bis auf die Erwähnung der Arbeitgeberverbände, zu kurz. Die CDU fährt nicht nur aus Opportunismus diesen Kurs. Sie bedient damit Interessen: Zuwanderung bedeutet mehr Umsatz in der Wirtschaft.

Dass diese Zuwanderung unqualifiziert, unkontrolliert, undemokratisch und gesellschaftsdestabilisierend erfolgt, spielt für die Wirtschaft keine Rolle: Ob ein Migrant Hartz IV erhält oder selber Einkommenssteuer zahlt, ob er kriminell auffällt oder nicht, ob er integriert ist oder in einer Parallelgesellschaft lebt, ist hinsichtlich der Lebenshaltungskosten, die er generiert, ohne Bedeutung. Entscheidend ist, dass dieser Umsatz als zusätzliches Geschäftsfeld überhaupt entsteht.

Deshalb und auch wegen der erhöhten Konkurrenz für die deutschen Arbeitnehmer, deren Forderungen dadurch niedrig gehalten werden können, hat die Wirtschaft großes Interesse an der Migration. Es gilt also noch immer dieselbe ökonomische Motivation wie zu Beginn der ersten Gastarbeiterwelle in den fünfziger Jahren. Es geht um sehr viele Milliarden pro Jahr. Die CDU ist nach wie vor, mehr als alle anderen, auch eine Lobbypartei der Wirtschaft.

Und auch deshalb verweigert sie den nötigen Kulturkampf: Auch in einer Islamischen Republik Deutschland oder einem Siedlungsgebiet Mitteleuropa lassen sich gute Geschäfte machen. Die alltäglichen Nebenwirkungen der ungeregelten Migration und den schleichenden Kulturverlust müssen die Verantwortlichen nicht am eigenen Leibe ausbaden, gemäß dem altbekannten Motto: Gewinne privatisieren, Verluste, und dazu gehören auch gesellschaftliche Kosten, sozialisieren.

Das ist die „Vielfalt“ nach Lesart von CDU und Wirtschaft. Es geht, wie immer, ums Geschäft.

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