Die amtliche Lüge

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte Juden unlängst davor, überall in Deutschland die Kippa zu tragen. Er stellte eine „zunehmende gesellschaftlichen Enthemmung und Verrohung“ fest. Die Täter seien „zu 90 Prozent“ dem „rechtsradikalen Umfeld“ zuzurechnen. Anlaß für diese Warnung war die Erhöhung der Zahl politisch motivierter Straftaten gegen Juden und jüdische Einrichtungen allein im Jahre 2018 um besorgniserregende 20 %.

Das lässt vor dem geistigen Auge ein Bild eines verrohten Landes entstehen, in dem keulenschwingende Glatzen herumlaufen, um unvorsichtigen jüdischen Kippaträgern aufzulauern.

Das hat mit der Wirklichkeit allerdings nichts zu tun. Die Warnung des Antisemitismusbrauftragten ist vielmehr eine unverschämte Verharmlosung der tatsächlichen Verhältnisse. Die statistisch behaupteten „90 % rechtsradikales Umfeld“ kommen in Wirklichkeit nur dadurch zustande, daß jede unaufgeklärte Straftat (und das dürfte die Mehrheit sein) dem rechtsradikalen Umfeld zugeordnet wird. In jedem zweiten Artikel oder Beitrag über Antisemitismus in den Medien wird diese Lüge wiederholt. Und Lügen, die man oft genug wiederholt, werden leicht zu relevanten Meinungen.

Die einfache, aber unbequeme Wahrheit ist: Der Anstieg des Antisemitismus in den letzten Jahren geht allein auf muslimische Täter und damit auf die muslimische Zuwanderung zurück, der rechtsradikale Anteil hat sich dagegen verringert (siehe auch hier ). Wenn also heute zu unserer Beschämung vermehrt junge Juden das Land verlassen, so haben wir es diesem Bevölkerungsanteil zu verdanken, das muß immer wieder klar ausgesprochen werden, wird aber in der Regel verschwiegen, mit dem Hintergrund, „ausländerfeindliche“ Tendenzen in der Bevölkerung nicht zu verstärken.

Das Wahrnehmungsfenster der Mehrheit wird also in bewährter Weise manipuliert: nicht ins eigene politische Konzept passende Fakten werden verschwiegen oder diskreditiert, damit sie keine Wirkung entfalten können. Damit läßt man die Entwicklung einfach weiterlaufen: arabische TV-Sender haben einen großen Einfluss in der migrantischen Bevölkerung und betreiben weiterhin ungehemmt antisemitische Hetze, die offenbar Wirkung zeigt.

Laut einer Studie der Universität Bielefeld und der Frankfurt University of Applied Sciences nennen 81% der aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Judentum tätlich angegriffenen Personen Muslime als Täter, 25% der Täter wurden von den Opfern als linksextrem und 19% als rechtsextrem eingeschätzt (Mehrfachnennungen waren möglich). Die entsprechende Statistik (Abb. 15) findet sich auf Seite 21 des Berichts.

Klicke, um auf JuPe_Bericht_April2017.pdf zuzugreifen

Es wäre höchste Zeit, dass der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Klein sich in dieser Hinsicht klar positioniert. Jeder Übergriff ist einer zu viel, keiner darf verharmlost werden, egal ob rechts, links oder islamisch. Daß er dies vermeidet, auch im Kotau vor den einflußreichen Muslimverbänden, macht ihn in den Augen muslimischer Antisemiten zur lächerlichen Figur und läßt den deutschen Michel weiterschlafen. Wo bleibt hier der Aufschrei der Zivilgesellschaft, der entschiedene Protest von linker, grüner und SPD-Seite, die doch sonst bei jeder Gelegenheit vermeintliche oder echte Diskriminierung anprangern?

Die jüdische Bevölkerung wandert indessen weiter aus, aus Angst vor muslimischen Übergriffen, die weiter zunehmen. Dies sollte uns mit Scham erfüllen, denn es ist eine Entwicklung wie in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Aber kein rechter Faschismus steht vor der Tür, sondern eher ein linker und islamischer.

Dazu paßt, dass der Berliner Senat erst kürzlich wieder den „Al-Quds-Tag“ erlaubte, die größte antisemitische Machtdemonstration auf deutschem Boden. Die Massenmedien schwiegen weitgehend dazu, vielleicht ist ja doch dort das Gefühl von Scham noch nicht ganz verlorengegangen. Aber Scham ist keine politische Kategorie und wäre auch gänzlich ungeeignet, dieses Treiben zu unterbinden. Nur eine klare Ansprache des Problems und breite öffentliche Verurteilung statt schamhaften Verschweigens wäre hier wirksam.

Was die Statistik betrifft: wie wäre es mit etwas mehr Wahrheitsliebe? Auch wenn das die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einiger „Kämpfer gegen rechts“, die insgesamt Hunderte Millionen Euro Steuergeld im Jahr kosten, gefährden könnte.

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