Der Doppelstandard als gesellschaftliche Norm

Wieder ein neuer Anschlag. Zwei Opfer, eins davon, ein junges Mädchen, wird sein Leben lang äußere und innere Brandmale davontragen. Das heißt: Entstellung, chronische Schmerzen, Gefühlsstörungen bis zum Verlust der Sensibilität in weiten Bereichen der Haut – die vernarbte Haut wird nie mehr elastisch – Einschränkungen der Lebensqualität. Es sind gravierende körperliche und psychische Nachwirkungen zu erwarten, die gesamte psychische Entwicklung kann aus den Fugen geraten, die Langzeitfolgen lassen sich am Anfang noch nicht genau abschätzen, aber sie werden erheblich sein. Und die Familie wird mitleiden.

Das Mädchen wird fürs Leben gezeichnet sein, körperlich und seelisch, wenn die Öffentlichkeit längst zur Tagesordnung übergegangen ist. Ich habe oft mit medizinischen Gerichtsgutachten zu tun und weiß, wie Gewaltopfer leiden und wie oft sie auch noch vor Gericht um ihre Ansprüche kämpfen müssen. Das ist durchaus symptomatisch für den staatlichen Umgang mit Opfern, erst recht, wenn sie nicht ins Konzept passen. Die Opfer des Weihnachtsmarktattentates vom Dezember 2016 erhielten als ersten „Gruß vom Staat“ eine Rechnung aus der Pathologie. Die Bundeskanzlerin herself ließ sich erst ein Jahr später blicken – hätte es sich um Opfer rechtsextremer Gewalt gehandelt, wäre wohl ein sofortiger, allerhöchster Besuch am Krankenbett mit umfassender medialer Begleitung erfolgt.

Der mutmaßliche Täter in Köln: ein polizeibekannter, gewalttätiger, abgelehnter Asylbewerber. Der wievielte eigentlich? Ich kann die Fälle nicht mehr zählen. Ein neuer Fall in einer langen Kette von Delikten, an die man sich, sofern einem die eigene Gesundheit lieb ist, wohl gewöhnen soll – als unvermeidliche Nebenwirkung einer „weltoffenen und humanistischen“ Politik. Die Kölner Antifa hat diesmal auch demonstriert, nein, nicht gegen die Gewalttat, sondern für den Täter.

Ich frage mich: Wie lange soll diese endlose Kette von Messerattacken, Terroranschlägen, und jedes Mal  „…das hat alles nichts mit dem Islam zu tun, das sind nur psychische Probleme“, noch weitergehen? Es ist keine politische Instrumentalisierung, wenn man die Ursache-Wirkungs-Kette benennt: Die Ursache ist Merkels unverantwortliche und zukunftsvergessene Migrationspolitik und die Wirkung ist eine eben nicht nur gefühlte Gewaltzunahme, die läßt sich statistisch nachweisen: Trotz heruntergerechneten Gesamtzahlen ist der signifikante Anstieg bei sexuellen Übergriffen und Gewaltdelikten, vor allem bei abgelehnten Asylbewerbern, nicht zu leugnen. Hier eine Chronik, zusammengetragen aus Lokalzeitungen, denn diese Ereignisse sind „nicht von nationaler Bedeutung“ (sinngemäß Kai Gniffke, Chefredakteur ARD-aktuell).

Heute morgen sah ich ein Meme auf Twitter mit dem Text: “Dieser Moment, wenn du als Frau nachts allein nach Hause gehst und denkst: Hoffentlich kommt jetzt kein Rechtspopulist“.

Genau in diese propagandistische Richtung wird aber die öffentliche Wahrnehmung verzerrt, nicht erst seit Chemnitz: Gewarnt wird vor denen, die das Problem benennen und bekämpfen wollen, nicht vor denen, die es abstreiten und für nicht vorhanden erklären. Vor dem Mitleid mit den Opfern, vor der Solidarität mit den eingeschüchterten Bürgern kommt immer die Warnung: nur nicht instrumentalisieren, nur kein „Generalverdacht“. Beim Pauschalisieren gegen „schon länger hier Lebende“, gegen „alte, weiße Männer“, ist man dagegen gar nicht zimperlich in den Medien: auch hier zeigt sich wieder ein Doppelstandard. Das eigentliche, gravierende Problem wird seltsam einmütig beschwiegen, stattdessen wird ein angeblicher Rechtspopulismus zur nationalen Gefahr aufgebauscht. Interessanterweise findet aber eine argumentative Auseinandersetzung überhaupt nicht statt.

Der Bürger soll offensichtlich an solche Übergriffe gewöhnt werden, ob nun mit Messern, mit Brandflaschen, mit Sprengstoff, Waffen oder einem Lkw wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. Und er wird gleichzeitig davor gewarnt, sich der einzigen Kraft, die früh vor den Folgen der ungeregelten und illegalen Migrationswelle gewarnt hat und für die Rückkehr zu einem wirksamen Grenzschutz eintritt, anzuschließen – bei Strafe gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Dabei üben Grüne und Linke fröhlich-demonstrativen Schulterschluss mit Linksextremisten, erst kürzlich wieder in Berlin, was dann von der Grünen-Vorsitzenden im TV auch noch verteidigt wird, während der vom Wähler legitimierten Partei AfD und erst recht Rechtsextremisten jedes Recht auf öffentliche Form von Trauer nicht nur per se abgesprochen, sondern stattdessen deren Teilnahme wie in Kandel, Chemnitz und Köthen mit dem Totschlagargument der „Instrumentalisierung“ geradezu angeprangert wird. So wird der Doppelstandard nachträglich von den Mainstreammedien im Schulterschluss mit Grünen und Linken zur gesellschaftlichen Norm erklärt.

Ich empfinde das inzwischen als Psychoterror gegen die eigene Bevölkerung, ich kann es nicht mehr hören und sehen. Diese Doppelmoral erzeugt bei mir nur noch Wut und Abscheu. Und wohl nicht nur bei mir.

Ein Kommentar zu „Der Doppelstandard als gesellschaftliche Norm

  1. Breite Schichten unserer Bevölkerung brauchten dringend einen Psychiater. Aber noch viel schlimmer sind die Verweigerer, die Schönredner, die Abwiegler. Denn sie kennen die Wahrheit und wollen sie weglügen. Was für ein Verbrechen.

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